#rp12 | re:publicanische Begegnungen

Begegnungen mit Menschen sind meist erfreulich – besonders, wenn man sich nur einmal im Jahr sieht und sich physisch kaum kennt. NetzGesichter sind verlässliche Erinnerungsindikatoren, man möchte ihnen zurufen: “Hey! Hallo!” – jedenfalls manchen.

Mir geht es zB mit Mario Sixtus so. Ihn sehe ich einmal im Jahr und seit unserer ersten Begegnung – bei der ersten re:07 – meldet sich in mir ein alljährliches Hallo. Ich erinnere mich an den kettenrauchenden Treppensteher [das war ein Jahr darauf, 2008, vor dem Friedrichstadtpalast], Mario war noch zugänglich, wirkte berührt von ehrerbietenden Gesten, gab sich geschmeichelt.

Einige Jahre später, vorgestern auf der #rp12, saß er erhobenen Hauptes [ich meine, er hat 46000 Follower und folgt selber gerademal 888! ein derartiges Gefälle kann das Ego der Selbstwahrnehmung schon ganzschön durcheinander bringen] in der lyssaslounge, im sonnigen Schatten neben SPIEGEL ONLINE-Chefin Katharina Borchert, guckte indigniert und bekam den Mund nicht auf.

Okay. Ich hatte mal vor Zeiten auf einen seiner unsäglich albernen Anti-Waldorfpädagogik-Posts reagiert, wir lieferten uns einen nächtlichen Minishitstorm, woraufhin Sixtus mich des Stalkings bezichtigte – wodurch er {bei sich selbst} einen Impuls setzte, der bis heute wirkt.

Na egal. Mario Sixtus hat humorvolle Clips gedreht und drechselt bisweilen witzige Tweets. Ob er die aus dem Ärmel schüttelt oder dafür einen halben Tag Konstruktionzeit braucht, ist mir egal. Bedauerlicherweise ist mein höflich angefragtes NAHPORTRAIT bei

Frau Borchert dadurch etwas in die Ferne gerückt [vom Blick der Rezipientin aus angeschaut].

Genug davon.

Am ersten Tag jeder re:publica ist die Freude des Wiedersehens groß, jedenfalls für mich, der ich nicht zu Barcamps gehe, mich politisch selten äußere und mich auch sonst kaum communitymäßig einbringe. Ich sehe mich als autonomen  NAHPortraitisten und lokalreportierenden WebTexter – will keiner Gemeinde/Partei oder ähnlichen Struktur verpflichtet sein – ich fühle mich dennoch dazugehörig. Ich bin ein domestizierter Wolf.

Vielleicht sollte ich mich nächstes Jahr für ein Panel über Gastronomiekritiken und Nahportraitbegegnungsbegegnungen bewerben. Nur, wen würde das schon interessieren?

Hin zu den schönen Dingen

Eine richtig schöne Begegnung hatte ich bereits bei der Anfahrt, am Bahnsteig der U2 – mit Katia Kelm und Felix Schwenzel.

Die Beiden sind ein schönes Paar, treten angenehm auf, sind freundlich, machen eine gute Figur [der von mir von der ersten Blogstunde an verehrte InsNetzschreiber ix

hielt am 2. Tag einen wunderbaren satirelastigen Vortrag über Realität vs Virtualität. Beste Unterhaltung auf höchstem Niveau].

Ich verliere mich.

Twitteritii – alle Begegnungen in 140 Zeichen

Die erste, vertraute, mit Technologyscout Volker Göbbels - der mir vor Jahren ein re:publica-Ticket schenkte, einfach so.

Sehr netter Mensch. Werde ich ihm nicht vergessen.

Eine intensive mit Jens Scholz,

wir hatten ein gutes Gespräch über Söhne, Unternehmer und Seelenstrukturen. Inspiriert und weitsichtig.  Sehr erbaulich.

Kurz davor, am Einlass, ein himmlischer Blick von Teresa Brücker aka Fräulein Tessa,

mit der meine Schieffoto-Serie 45° im Mai | HeldenPortraits begann.

Hausherr Johnny Haeusler,

wie immer freundlich und unverbindlich, entschuldigte sich abgewandt, er müsse jetzt dringend mit seiner Mutter telefonieren. Aber bittesehr. Nur zu!

Sein Geschäftspartner, re:publica-MitVeranstalter Andreas Gebhard, mit Sonnebrille.

Eher im Außen als im Innen, so räumlich gesehen. Ihn hatte und hab ich ständig im Auge, weiß nicht wieso. Wir laufen uns über das Jahr verteilt oft über den Weg. In Mitte halt.

Auf dem Weg ins Stage1-Geschehen, den stylischen Jörn Sieveneck aka @nerotunes

Kurz darauf den Journalisten und Kommunikationsberater Christian de Vries -

wir kennen uns von der Bar Convention, haben letztes Jahr im Postbahnhof einige Luxus-Likörchen zusammen getwittert.

Den überaus umtriebigen und sympathischen Andreas Schreiber aka @__Dagger__ -

 im Kurzgespräch.

Der pop64-Blogger Sven Dietrich -

ein Hallo im Vorbeigehen, am Tag 2 noch ein Schiefportrait mit gedachtem Rosinenbomberhintergrund, wegen der geografischen Nähe zum Technik Museum [aha!].

Am Abend die Performance von Sascha Lobo.

Sein ausverkaufter Vortrag in Stage 1 war fantastisch, grandios. Sascha könnte Harald Schmidt beerben, bot Friend & Feind das Uns an. Seine Sprachintelligenz ist begeisternd, er zieht alle Register, bietet allerbestes Entertainment. Nach der Show musste ich ihm kurz Hallo sagen, ihn fotografieren und meine Begeisterung kund tun.

Eine erfreuliche Begegnung hatte ich mit dem Herausgeber der Effilee, Vijay Sapre [NAHPORTRAIT folgt] 

- nach der eher strudeligen FoodBlogPanel-Discussion, mit dem allerdings sehr wunderbaren Stevan Paul und einer klangbawarischen Vorspeisenplatte.

Unmittelbar darauf habe ich Brain- & Werbeblogger Patrick Breitenbach [NAHPORTRAIT folgt] getroffen. Wir kannten uns bisher nur aus Kommentaren und verstanden uns auf Anhieb. Überhaupt: Ein überaus freundlicher Mensch.

Kurze freundliche Begegnung mit TechBlogger Sascha Pallenberg

[NAHPORTRAIT folgt], hat ehrliche freundliche Augen. Sympathischer Mensch.

Sehr erfreulich waren die Begegnungen mit dem agilen Sozialhelden Raul Krauthausen, der, schwer zu kriegen, auf rauchenden Rädern übers Gelände kurvte und mich – dann doch noch erwischt – vor ihm in die Knie gehen ließ.

Bei der selben Veranstaltung, den überaus freundlichen und warmherzigen Rivva-Chefkoch Frank Westphal kennengelernt – der ein Zwillingsbruder des AustroJodlers Hubert von Goisern sein könnte und mir sehr offen, erkennend und wohlwollend begegnete. 

In der Vorhalle sah ich einen auffälligen Typen, den ich meinte zu kennen. Ein wuchtiger Mensch mit aufmerksamen Augen. Christian Horax Pfeiffer klärte mich auf: “Den kennst du nicht? Das ist der Videopunk!” – Ah, der Videopunk, nie von ihm gehört. Der Videopunk - Markus Huendgen – war umgänglich, musste gleich zur Preisverleihung auf die Stage 3, bekam oder vergab eine Auszeichnung, weiß nicht mehr so genau ..

Ich traf noch viele interessante Leute

Den langjährigen Community-Manager von Utopia.de - Werner Stickler.

Der Wiener lebt in Leipzig, ist mittlerweile als Freiberufler unterwegs. Wir kennen uns aus Qype-Zeiten und mindmappen gerne mal ne Runde.

Apropos Qype. Auf avocado-store-Gründer Philipp Glöckler 

 

wurde ich von Wrnr aufmerksam gemacht. Glöckler gründete sein Nachhaltigkeitsportal ursprünglich mit Qype-Entrepreneur Stefan Uhrenbacher, trägt eine nerdige Brille auf der Nase und einen witzigen Spruch auf den Lippen. Netter Typ, fand ich.

Präsentationscoach und Marathonläuferin Caroline Kliemt 

kam mir entgegen, lotste mich zu den mobilen Ladestationen von simyo.

Eine weitere, sehr nette Begegnung hatte ich mit dem Journalisten und Blogger Markus Henkel aka @ebbesand  - der alles über die Tiefe des Raums weiß und unheimlich einnehmende Gruppenfotos macht.

Auf dem großen MitteWürfel im großen HauptFoyer saß Qype-CM Moe, habe ihn alldietageüber nur vertieft tippend gesehen [so wenig wie dieses Jahr haben wir noch nie miteinander geredet].

WER NOCH?

Die coole Wampe des nicesten Bastards aus Monaco, Society-Edelfeder & Nonstop-Twittergott Dorin Popa. Toller Typ, ich mag ihn sehr!

Und gleich darauf noch ein Münchner, noch ein ziemlich großer.

Klaus Eck

- der PR-Blogger{Guru}, von dem man nicht sagen könnte: “Dich hab ich mir in real aber viel größer vorgestellt.” [Zitat von Jens Scholz]. Wir haben uns gesiezt, was wir beide angemessen fanden. Richtig große Menschen beeindrucken mich immer, egal, womit sie ihre Brötchen verdienen.

Eine weitere beeindruckende Erscheinung/Begegnung hatte ich mit einem weiteren Web2.0-Guru, mit Huck Haas aka @stijlroyal – der mich ob seiner Präsenz und Leibesfülle  wirklich beeindruckt/e, und berührte.

Huck Haas

Habe selten in so tiefensensible Augen geschaut.

Vor der Tür noch den Fanpagebeauftragten der Salzburger Stiegl-Brauerei getroffen, Jochen Hencke aka @schneeengel, der sich wohl den besten Job zwischen Spree und Athen geangelt hat.

Der Berliner betreut die Facebook-Fanpage der ältesten Salzburger Privatbrauerei, jettet in der Welt herum, wird zu den wichtigen Events der Mozartstadt eingeladen, trägt eine rote Stiegljacke und ein Dauerlächeln mit sich rum. Man könnte neidisch werden. Am selben Tag einen jungen [richtigen] Österreicher aus Linz-Urfahr kennengelernt, den Founder und GF von Janana’s Gold, Michael Weberberger,  einer win great prizes weekly hunt treasure-Plattform, für die ich eindeutig zu alt und zu unintelligent bin.

Dann lief mir noch ein hochgestecktes, silbernes Cabrio in die Arme, eilig-dynamischen Schrittes stakste sie durch die Hallen: Mercedes Bunz – sie mochte nicht NAHPORTRAITiert werden [habe dennoch eins gemacht. Ein wenig unscharf, ein wenig gemein, zugegeben, dafür treffend - weil mich ihre schroffe Reaktion abtörnte und, wenn ich es so betrachte, fand ich ihren allürenhaften [genderspezifischen] bloß schnell wieder zurück in die VIP-Lounge-Auftritt albern].

Ist doch ein attraktive Frau, muss sich doch nicht verstecken!? Egal.

Da lob ich mir Markus Beckedahl,

der ist immer freundlich und zugänglich, stellt sich geduldig den 1000en immerselben Fragen der interviewsüchtigen Pressevertreter, geht smilend übers Gelände – ist bei sich. Ihn mag ich auch sehr.

Auf Stage 3 am zweiten Tag ging es um Musik, Künstler und Netzfreundschaft, die von dem wunderbaren, sozialengagierten Jens Best

Jens Best

an&abmoderierte Veranstaltung, der ich nur mühevoll folgen konnte, hatte für mich ein peinliches Ende. Ich fotografierte den Falschen! [nicht wie beabsichtigt, den Fb-&-Instagram-Freund Tanith. Nein. Ich hielt doch tatsächlich einen gewissen Plemo {Musiker u Panelteilnehmer} für Tanith]. Ich war zwar über dessen Art irritiert, ließ mich aber dennoch in die Irre führen. Richtig peinlich.

Thomas Knüwer hab ich dafür richtig getroffen, ehrenhaft und indiskret wie immer und ebenfalls anwesend.

10 Minuten nach der Peinlichkeit, begegnete ich dem sehr netten und sehr geschmackssicheren Audible.de-SoMe-Chef und RollinRestaurant-Initiator Paul Fritze, der stets freundlich und ruhig auftritt, sich nie in den Vordergrund drängt und ein Gehör wie Schlafes Bruder hat [behaupte ich mal so].

In der 1. Etage in Stage 8 ging es um TELEKOM HILFT – um Kundenzufriedenheit und seine konkrete Anwendung. Ich kam zu spät, der Saal war überfüllt, konnte aber den Leiter Kundenkommunikation der Telekom, Oliver Nissen, erkennen und zoomen. Nissen hat vor einigen Monaten in einer von mir via Facebook kommunizierten DrittanbieterRechnungsangelegenheit Kulanz gezeigt. Unkompliziert und diskret. Hat mich überrascht und erfreut.

Discl: Auf dem Schmalfoto abgebildet - BuzzRank-Founder Björn Ognibeni.

Ein längeres Gespräch – über Essen, Fanpaging und Wanderwege ehemaliger Salzburger Weltkurorte – hatte ich mit Benedikt Koehler aka @furukama

Im Freien an der Wurstbar einen Plausch über Deutsche Winzer, Weinpräferenzen und Weinhändler im Prenzlauerberg mit dem Elder Socialmediaman Don Dahlmann.

Einige der Begegneten habe ich im noch unvollständigen Facebook-SchiefportraitAlbum [HeldenPortraits | #rp12] gebündelt.

Weitere Helden

Matthias Bauer aka @moeffju – ich mag seinen Style, seinen Auftritt.

Christian Heller aka @plom[p]lomplom – mag ich seit der ersten Begegnung. Weitsichtiger Denker mit Sinn für Tiefe und Dimensionen.

Michael Seemann aka @mspro – neigt meiner Meinung nach zu latent zynischer Lebensbetrachtung. Vielleicht aber projiziere ich auch nur.

 Marco Ripanti aka @ripanti – halbitalienischer Genussmensch und spreadly-Gründer. Geschäftsmann. Ich mag ihn.

Tim Pritlove aka @timpritlove – wird verehrt und gehört. Podcast-Star.

Last but not least

Die Foodbloggerin Kaltmamsell - mit bayrischem Zungenschlag und spanischen Namen - Inés Gutiérrez

Extase in Moll-Bloggerin und Twitterkreativpoweruser Doreen Butze aka @waxmuth

Die re:publica-Illustratorin [Graphic Recording & Visual SensemakingAnna Lena Schiller aka @annalena, aka @fräulein, aka @fräulein schiller

Zum Schluss

Die überaus freundlichen Scholzbrüder

-  und die freundlichen Mitarbeiter vom simyo-Counter um ProjectManager Henrik Greger aka @henrikgreger,

 die dank ihrer umsonstvermieteten Ladebatterien den Dauereinsatz meines mobilen Arbeitsgeräts garantierten.

Ganz zum Schluss noch die brillante Kathrin Passig, [während ihres köstlichen Schlussvortrags in Stage 1, von der Beamerwand runterfotografiert, bearbeitet und vergrößert].

Und noch eine letzte Begegnung 

Der überaus ruhige und angenehme  parlamentarische Geschäftsführer der Piraten-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, Martin Delius -

  der unsere nette Begegnung augenblicklich in die Blogosphäre hinaus twitterte [NAHPORTRAIT folgt].

Disclosure

Sorry für das mittige Layout. Habs nicht besser hingekriegt.

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Hallo liebes Facebook!

Ich weiß ja auch nicht – was soll ich denn davon halten?

Du bietest mir unablässig an, mich mit potentiellen Freunden zu befreunden – führst gemeinsame Freunde ins Feld [XY und du habt 235 gemeinsame Freunde, willst du dich mit ihm befreunden?], lockst mich, betreibst Werbung usw. … komme ich der Aufforderung dann tatsächlich nachundnach nach und richte an mir nicht persönlich bekannte Facebooker Freundschaftsanfragen, braucht nur einer der mir nicht bekannten “Freunde” anzugeben, dass er mich nicht kennt, schon klappt die Falle zu und ich bekomme von DIR eine Sperre aufgebrummt [] – also, ick weeß nich, ich finde DAS hochgradig widersinnig.

Was tun? Ich finde dich toll und bin gerne hier, finde es aber frustrierend, für mein langjähriges Engagement {das Portal am Laufen zu halten} auch noch bestraft zu werden.
Vielleicht kannst du den Passus KENNST DU DIESEN NUTZER? einfach weglassen und aufhören, deine Community wie Unmündige zu behandeln. Bitte! Danke!

Beste Grüße,

A friend

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kennen sie kino? die loveparade? meinen vater?

lederstrumpf und regitz tot – am todestag meines vaters

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schreiben ist wie kochen

habe einen blogger kennengelernt mit dem ich mal vor jahren auf QYPE eine kleine differenz hatte, wie das unter kellnern und köchen, textern & autoren schonmal vorkommt. seit gestern weiß ich ein wenig mehr über den herrn. zb, dass er bei einem berühmten chef de cuisine in die lehre ging, dass er eine strenge und gute ausbildung genoss – das erklärt [mir] seinen stil des schreibens, ein sehr detailgenaues schreiben, das bei kultivierten feuilletonlesern geradezu reflexhafte verzückungen bewirkt.

das ist nachvollziehbar. besonders für menschen, die ein heidengeld in küchenutensilien und genussbildung investieren und abends in vorzüglicher gesellschaft, an gedeckten tischen die ernte ihres invests einfahren wollen – jene sehen sich durch raffiniert bereitetete texte in ihrem ansinnen reflektiert. dass mich, den kellner, manche rezeptur nur mäßig interessiert, tut nichts zur sache – selbst wenn ich manchen ausführungen durchaus amüsiert lausche, was gelegentlich als ermunterung verstanden wird.

und hier trennen sich ausbildungberuf und interessen. der koch, der viele schritte gehen muss um eine anständige suppe zu bereiten, der, wenn er glück hat und in gute hände gerät, eine schule der lebensgestaltung absolviert – und die des kellners, der viele kleine schritte zu laufen hat, der aufwendig bereitete gerichte ohne überschwappen vor dem gast abstellen können muss, der, in benimm und gehör ausgebildet, in mulmigen situationen an sich hält, bestellabläufe in einen analogen dialog ordnet, die erwartungen des gastes liest wie eine partitur …

wodurch also könnte sich das schreiben eines kellners von dem eines kochs unterscheiden? das habe ich mich gestern abend beim zusammensitzen mit stevan paul gefragt.  er, der detailtrainierte tüftler, der gelernt hat eine einfache kartoffelsuppe auf unzählig verschiedene arten zu würzen und in der endkonsequenz vermutlich die einfachere, bessere möglichkeit wählt. und ich, der ich in ergebener weise den gast umschmeichle, ihm ein gefühl des aufgehobenseins vermittle und nach begleichung der rechnung wieder vergesse. der ich ob meiner erziehung zu oberflächlichkeit und kurzstrecken neige, der mitten im umkehrschwung abbremst und das fenster zur welt wechselt, für das kind ein schnitzel klopft, zurückkehrt, eine ebennoch erdachte figur in einer schneelawine ertrinken lässt.

wenn sie gut sind und glück haben, bleiben beide in erinnerung, der koch & der kellner .. und ja, auch der gast, für den der ganze aufwand schließlich veranstaltet wird.

disclosure: damit kein missverständnis aufkommt. ich schätze die textur des herrn paulsen sehr, er ist ein meister der komposition!

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das neue iPad – ein kellnertablett mit tastatur und poesiealbum, mit gesten und fingern, gerührt & geschüttelt .. gedanken

habe mir das video von steve jobs iPad-präsentation angesehen, schön, wie er des kellners hilfreichstes arbeitsgerät in den mittelpunkt stellt – das iPad, ein elegantes kellner-tablett mit bekannten funktionen, nur rutschfest ist es nicht, also vorsichtig beim servieren der drinks!

image via basic thinking blog

auf telefon- und kamerafunktion wurde verzichtet. wen will man während der arbeit schon anrufen, allenfalls seinen dealer, wenn der stress zuviel wird und küche & gäste nerven .. und auch auf eine kamera kann man verzichten, ein guter kellner vergisst nie, speichert gesichter und situationen, hat alles im kopf, wer braucht da noch eine knipse ..

auf den ersten blick wirkt das iPad wie eine zwischenlösung. konnte man die große augen der entwickler bei der iPhone-premiere  noch nachvollziehen, bleibt das große aha beim iTablet aus – es hat lediglich ein neues format, neue funktionen bietet es nicht. aus dem kleinen spiegel für die droge wurde ein tablett – wie bei scarface: am anfang seiner karriere war er mutig und rücksichtslos, als er nachundnachvon der leichtigkeit des geldverdienens überrollt wurde und zum big boss aufstieg, drehte er ab und erstickte an seinem eigenen stoff.

das iPad ist ein angriff auf amazons eBook-reader kindle, es ist das endgültige weg von print und zeitungshaptik, es ist eine zwischenlösung, eine art vw scirocco, konzipiert für liebhaber, für die kellner unter den hippstern, mit starkem fahrwerk ausgestattet, schnittige karosserie, unversechselbar im look.

und so bescherte der evolutionäre plan den erdenbürgern anfang des 21. jahrhunderts ein arbeitsgerät ganz nach der fan-gemeinde geschmack, man konnte damit nicht nur spielen, rundumdieuhr online sein, fotoalben erstellen, tippen und lesen, man konnte es auch zum servieren von fingerfood und latte macchiato nutzen – schöne neue zeit, dienstleistungszeit .. hey steve, ich nehm’ auch einen!

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gerührt & geschüttelt / kellner unter sich / folge 9

thema: kellner, küche, kabinett – eine verwechslungskomödie.  die kellner reden über ämter und rentner, über hindukusch und politische monokultur ..

darsteller: peer martiny, michael egger / drehort: restaurant cantamaggio – berlin mitte / kamera: stefan czimmek – ingmar bertram / idee & redaktion: gerald angerer / regie / produktion: ingmar bertram / media consors

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was du nicht lebst, lässt dich nicht leben

man kann sagen, alle seelischen angelegenheiten die in einem unerlöst sind, blockieren künftige unternehmungen. jeder kennt das aus beziehungen, du trennst dich, verliebst dich, trennst dich, spulst ein lebenlang das selbe programm ab, weißt nicht weiter.. verhaltensmuster sind mächtig, sie sind die eigentlichen herrscher des ego, durchbricht man sie nicht, hängt man fest in ihren netzen.

bacca-031

natürlich lassen sich muster nicht mit dem verstand lösen, eine veränderung findet auf einer anderen frequenz statt, dazu wiederum bedarf es der hilfe von außen. leidet man zb unter chronischer erfolgslosigkeit kann es sein, dass ein seit frühen kindheitstagen manifestierte glaubensatz dich und dein leben blockiert, löst du dieses problem nicht, kannst du machen was du willst, kannst dir 24stunden am tag den arsch aufreißen, es wird dir nichts bringen, dein tun wird nur diesen einzigen erfolg haben, es wird dir die erfolglosigkeit vor augen führen – und das ist die chance, sie musst du nutzen und anfangen deinen glaubensatz aufzulösen, ihn erlösen, das programm verlassen und dir einen neuen print verpassen.

und bedenke: jede absicht die du als idee oder traum in dir trägst, die du nicht mit ganzem herzen und allen konsequenzen spürst und lebst, die du in die zukunft streust, wird dich daran hindern, sie zu verwirklichen. tja, im grunde ist es ganz einfach..

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