mitten in mitte

vom motzblogger gemobbt

02/20/2009 · 2 Kommentare

dem lokalreporter widerfährt seit tagen unerhörtes: die ingolstädter stütze der gesellschaft don alphonso veröffentlicht auf seinem FAZ-blog meine kommentare nicht, so ein schweinerei aber auch – was erlauben alfi!

ohnehin finde ich typen wie ihn lustig, typische eckensteher, kotzen sich über alles und jeden aus und wenn sie selber ein wenig gegenwind kriegen, sind sie beleidigt. von anfang an seine elendslangen bildungsellipsen nicht goutiert und schon folgt die entlarvung. kommentare werden einfach nicht freigeschaltet, das nenne ich eine saubere bayrische lösung.

februar-2009-086

jo mei, da kann ma nix machen. hatte vorhin in einer kommentardringlichkeit alphonsos vanity-fairer berlinbeschimpfung das berliner pendant wischmeyer gegenübergestellt, der nervt die welt auch permanent mit seiner hospitalistischen hau-drauf-g[r]ottigkeit, die beiden sind im selben genre tätig und können sich vermutlich nicht riechen [was allerdings auch nichts beweißt, und ja auch nicht muss].

naja, wurscht egal, die frage beschäftigt mich aber schon: was habe ich eigentlich mit don alphonso zu schaffen? ist da etwa ein unbefreiter manta-rochen in der unterbewußten schattenwelt meiner atlantischen seele der mich kitzelt? vermutlich, sowas in der art wird es sein.. darauf ein dreifaches OM!

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I want to ride your bicycle

02/17/2009 · 7 Kommentare

das fahrrad meiner nachbarin brachte mich heute auf einen lustigen gedanken, stand es doch sehr angelehnt an meinem, ich konnte die zugeneigte berührung richtiggehend spüren. der gedanke einer beabsichtigt unbeabsichtigen botschaft gefällt mir irgendwie.

wer weiß, vielleicht ist sie heimlich in mich verliebt? unserer begegnungen im treppenhaus sind immer ein wenig distanziert und annähernd zugleich, kaum spürbar für ungeübte augen und ohren. gut, sie hat einen  freund, der ist auch sehr nett und so, aber vielleicht ist es ja gerade mein unkonventioneller stil, der reizt, das bisweilen ungehobelte?!

februar-2009-107

neulich wollte sie im hauseingang etwas über bloggs wissen, sie, die zeitungsjournalistin, die keine zeit hat für blogospärisches. ich weiß auch nicht, mir scheint, ihr fahrrad sucht die nähe des spärischen – so anlehnend und beinah schon zärtlich..

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dada-falafel

02/14/2009 · 6 Kommentare

mein verliebtes gespenst geleitete seinen automatischen text glossographisch durch den ritualisierten reim meiner ehemaligen mitschüler vox brandl und frieder nihil, zwei in speckmantel und efeu gehüllte schurken.

februar-2009-0311

futil fragiles fragment. vom herrschenden feist zum subchromatisch übertragenen hirngespinst, vom credo absurdum in den circulus vitiosus.

erneute ausrufung.

eine mit freßzellen gefüllte opferschale. ein moosgrüner grabstein. ein muschelverziertes orthoskop. eine unterschiedliche ordnung von vorstellungsbildern, auf horizontalität und vertikalität gebaut. ein gleichheitswahn. informelle schinken von riesigen videoleinwänden in den tod getrieben. animierte digitale unzulänglichkeit, zurecht geschnitten in sieben nicht wiederholbare minuten vergangenheit.

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wie man das news-portal zoomer hätte aufziehen können

02/10/2009 · 2 Kommentare

zoomer wird eingestellt, keiner geht mehr hin, die stets gerne prognostizierten erfolge entpuppten sich letzthin als zusammengekaufte schaumkrone. die gerne verbreiteten erfolgszahlen wurden ohnehin schon früh belächelt, das geschick des managers war kein großes, optik und wehleidiges PR-gedöns taten ihr übriges.

wie aber konnte es so weit kommen? der vergleich mit einem berühmten sternekoch bietet sich an. zoomer kauft sich den emeritierten tagessthemen-guru wickert ein, erhoft sich durch seine anwesenheit aufmerksamkeit und muss bereits nach wenigen monaten feststellen, dass sich das web 2.0 nicht dafür interessiert. aber warum nicht?

view-auf-immendorf-skulptur

dabei hätte die investition aufgehen können, der promi hätte jeden tag am herd stehen müssen, gargehalt und saucenkonsistenz überprüfen, präsenz zeigen, nach der arbeit noch am tresen sitzen, den laden mit netten anekdoten unterhalten, das hätte dem portal ansehen verlieren, alle wären gekommen, hätten dem gutmütigen onkel zugehört und sich über dessen mitteilungsreichtum gefreut, hätten ihm respekt gezollt.

wickert hätte im tagesgeschäft an vorderster stelle stehen müssen, kommentieren und auf kommentare eingehen, das hätte zu erfolg geführt.

einen sternekoch einstellen und ihn nicht kochen lassen ist nicht nur betriebswirtschaftlicher unsinn, kein gastronom der welt würde in so eine weltfremde idee investieren. und dass der geschäftsführer sein versagen nicht zugestehen kann, spricht für seine qualität als wirt. werbetrommeleien und hohe personalkosten machen noch lange kein gutes lokal.

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was du nicht lebst, lässt dich nicht leben

02/03/2009 · 6 Kommentare

man kann sagen, alle seelischen angelegenheiten die in einem unerlöst sind, blockieren künftige unternehmungen. jeder kennt das aus beziehungen, du trennst dich, verliebst dich, trennst dich, spulst ein lebenlang das selbe programm ab, weißt nicht weiter.. verhaltensmuster sind mächtig, sie sind die eigentlichen herrscher des ego, durchbricht man sie nicht, hängt man fest in ihren netzen.

bacca-031

natürlich lassen sich muster nicht mit dem verstand lösen, eine veränderung findet auf einer anderen frequenz statt, dazu wiederum bedarf es der hilfe von außen. leidet man zb unter chronischer erfolgslosigkeit kann es sein, dass ein seit frühen kindheitstagen manifestierte glaubensatz dich und dein leben blockiert, löst du dieses problem nicht, kannst du machen was du willst, kannst dir 24stunden am tag den arsch aufreißen, es wird dir nichts bringen, dein tun wird nur diesen einzigen erfolg haben, es wird dir die erfolglosigkeit vor augen führen – und das ist die chance, sie musst du nutzen und anfangen deinen glaubensatz aufzulösen, ihn erlösen, das programm verlassen und dir einen neuen print verpassen.

und bedenke: jede absicht die du als idee oder traum in dir trägst, die du nicht mit ganzem herzen und allen konsequenzen spürst und lebst, die du in die zukunft streust, wird dich daran hindern, sie zu verwirklichen. tja, im grunde ist es ganz einfach..

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qype.ade wird qype-AG

11/12/2008 · 4 Kommentare

man sagt, viele der treuen qypewriter kehren der bewertungsplattform den rücken, nachdem die hamburger das belohnungssystem der feedback-punkte einer notwendigen reform unterzogen, d.h., dem rankingorientierten qyper werden die erhaltenen punkte nicht mehr gutgeschrieben, sie werden nur noch im profil angezeigt.

nun denn, die besten der guten sind immer noch da und einige andere haben sich blogs eingerichtet und vernetzen sich jetzt untereinander. ich habe heute auf qype einen kleinen testballon steigen lassen, habe eine gruppe mit dem titel aktien für qyper gestartet – der erste der der gruppe beitrat, war mark pohlmann von SinnerSchrader, das halte für einen ersten guten PR-impuls. stunden nach eröffnung der gruppe ist die mitgliederzahl immerhin auf 15 angewachsen, eingeladen habe ich 200 meiner kontakte, mal sehen, was sich da noch tut.

ohnehin scheint das thema den gemeinen qyper eher weniger zu interessieren [vielleicht liegt das auch an meinem image, wer weiß] – der qyper aus der hausfrauen-ecke lamentiert lieber über gefakte post-devils, vielschreiber und grotesque avatare. dabei ist das thema nicht uninteressant – nach einem möglichen börsengang aktien für die user auszuschütten, ist so abwegig nicht, nicht? aber genug.

 

und so wurde die gruppe beschrieben: 

  • falls sich nach der finanzkrise der markt wieder beruhigt und das portal QYPE an die börse gehen sollte, der bewertungsportal-dax steigt, das unternehmen sich international erfolgreich positioniert und die aktien sich großer beliebtheit erfreuen..
  • man könnte bereits heute über eine prämienausschüttung für treue aufbau-dienste nachdenken. diensteifrige communities, die das portal innerhalb weniger jahre zum europäischen marktführer hochgeschrieben haben und das image der beqypten plätze nachhaltig in ein modernes, web-affines licht positionierten und tag für tag kontinuierlich positionieren.
  • prämien könnten gestaffelt nach bedeutung, zugehörigkeitsdauer, anzahl sinnvoller beiträge, rang, beliebtheit, ansehen und posts der qypewriter ausgelobt werden – das wäre nicht nur eine schöne idee, es wäre geradezu revolutionär [web 3.0] – es würde die aufmerksamkeit der blogosphäre auf sich ziehen.
  • vielleicht finden sich einige befürworter dieses gedanken..

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frühstück mit monsieur vuong

11/13/2008 · 6 Kommentare

anregendes gespräch heute morgen mit dem betreiber des monsieur vuong bei steffen im buscaglione. es ging um internetbewertungen, was für mist über sein lokal im netz steht [dass er es nicht mehr lesen würde] und, ob man bewertungsportale überhaupt lesen sollte, oder sie lediglich als hilfestellung bei auslandsaufenthalten zu rate ziehen.

nun, die bekanntheit des ladens lockt natürlich immer auch bloggende psychopathen an, leute, die sich nicht zu benehmen wissen, die sich hervor tun wollen, keinen platz bekommen oder erst gar nicht drinnen waren. sie schreiben ihren schwachsinn ins internet, geben sich idiotische namen, schreiben dummes zeug – tja, so ist es halt, das web.

im grunde aber ist es eine auszeichnung: wirst du erstmal öffentlich gelobt und geduzt, können dich meinungen nicht mehr beleidigen – du erinnerst dich an max goldtens schwer erziehbaren onkel aus der schweiz und stehst einfürallemal über allem und jeden. 

november-053

und überhaupt, den rang eines place to be kann man an der vielzahl bescheuerter beiträge messen – monsieur vuong wird alleine auf europas größtem branchenportal qype an die 50x bewertet. erfolgreiche gastronomie scheint dem polaritätsgesetz des ying/yang zu unterliegen. besser kann werbung nicht funktionieren..

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dem kerner sein hannes

11/14/2008 · 2 Kommentare

gestern bei kerner saß eine frau aus der schweiz die in africa AIDS-infizierte kinder betreut, sie erzählte von einem sterbenden jungen, ein einspieler wurde gezeigt, man sah seine letzten minuten, das handy wurde ihm ans ohr gehalten, er telefonierte mit seinem vater. der junge wollte den vater ein letztes mal sehen, der vater aber weigerte sich, er würde das nicht ertragen, er habe bereits ein kind verloren – eine anrührende szene.

schnitt. zurück ins studio. kerner und sein knopf im ohr gehen in die vollen, sind betroffen. johannes übernimmt, wählt moral als stilmittel, attackiert kopfschüttelnd die entscheidung des vaters, kommt mit vorwürfen, tut empört, unterstreicht seine sicht mit diesem nach zustimmung bettelnden tonfall - wie er das immer macht, wenn er am eisernen tor seiner welt steht. die couragierte schweizerin nimmt ihm augenblicklich den wind aus den segeln, macht ihm entschiedenen tons klar, dass es nicht um anklage ginge, sondern um verständnis und mitgefühl.  
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kerners moderatoren-ego wollte das nicht glauben: aber es kann doch nicht sein.. er/es versucht einen zweiten anlauf, sein gast ließ seinen blöden, mehrheitsgierenden versuch ins leere laufen. mike krüger [neben ihr] lächelte sanft. dieses szenario offenbarte johannes b. kerners emotionale intelligenz. 

typen wie kerner sind die bremser der nation, ein teil von ihnen steht immer noch im schulhof ihrer zynismen, sie machen sich über andere her und behindern sich doch nur selbst. wird zeit, sie in frührente zu schicken. wer sich derart schamlos exponieren muss, hat außer einen breitgesessenen arsch nicht viel in der hose.  

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viewing christian anders

11/15/2008 · Kommentar schreiben

landsmann landoo war zu gast, wurde eine halbe stunde vor seinem eintreffen von einem geheimnisvollen herren dem personal angekündigt. er kommt, wirkt unscheinbar, vielleicht seine schützende ausgeh-aura, hinter der fassade ist ein zielgerichteter typ wahrnehmbar.

christian anders ~ schlagersänger, karatekäpfer, songwriter, autor zahlreicher verschwörungsbücher, ein rechter hau-drauf-gott [auf seiner website nimmt er kein blatt vor dem mund]. seine biografie weist dermaßen unglaubliche stationen auf, das kann nur ausgedacht sein.

die runde bleibt für sich, bestellt wasser und schnitzel, keine abschweifenden gesten, kein getue. ach so, ein jesusgleicher junger mann saß auch am tisch, über seine rolle wüßt ich gerne mehr. ANDERS ist anders ~ sein zug fuhr lange nach nirgendwo, heute fährt er irgendwo zwischen verschwörungstheorien und revoltierender geschäftssinn, immer auf narzisstischem gleis, mit dampfenden wolken aus weihrauch und prosperität, getreu dem titel seines buches der rubel muss rolen. 

myview

warum sich CHRISTIAN ANDERS ausgerechnet diesen namen ausgedacht hat? für mich gibt es nur einen Anders – GÜNTHER ANDERS, den Philosoph [der antiquierte Mensch], auch er hieß ursprünglich anders.

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wie man mit einem willkürlichen zitat diskussionswütige communities noch wütender macht

11/17/2008 · 2 Kommentare

ein off-topic statement von Žižek zum thema Ipod und inflationäre beiträge auf der plattform qype – das rangverhalten der post-kühe ist aber auch zum quietschen, was die so alles veräußern..

november-001

Slavoj Žižek: Was den Philosophen ausmacht, ist die Erkenntnis, dass die Fragen, die wir heute stellen, selbst Teil des Problems sind, weil es die falschen Fragen sind. Folgen wir beispielsweise der politischen Theorie, ist eine der entscheidenden Fragen heute, wie wir den Fundamentalismus bekämpfen können. Demokratie gegen Fundamentalismus. Für mich aber wäre die wirkliche Frage, ob wir diese Darstellung tatsächlich als die Grundlage der Debatte akzeptieren sollten. Das heißt, ist es wahr, dass wir es einfach mit der Gegenüberstellung von guter Demokratie und bösem Fundamentalismus zu tun haben? Was, wenn wir es mit einem wesentlich komplexeren gesellschaftlichen Prozess zu tun haben, bei dem das gesellschaftliche System unseres globalen Kapitalismus selbst fundamentalistische Phänomene hervorruft?

hehe, das hat gesessen, die kommentare darauf könnte man als repräsentativen spiegel nehmen – claim: user mit abitur   

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fünf gastroreferentielle fragen an meine mutter

11/19/2008 · Kommentar schreiben

 

-> Angenommen, du wärst Restaurantbesitzer, in welcher Stadt wäre das und wie würde dein Lokal aussehen?

Mutter: In Steyr, gemütlich, österreichisch

  
-> Du eröffnest nächstes Jahr eine Bar auf Palm Islands in Dubai. Wie wird sie heißen?

Mutter: Kummts ollä eina

steyr08-009

-> Wie reagierst du als Restaurantleiter auf eine unsittlichen Antrag eines männlichen Hollywoodstars?

Mutter: Schau dasd weida kummst

-> Seine Heiligkeit der Dalai Lama kommt heute Abend mit Peter Sloterdijk zum Essen. Was kochst du?

 Mutter: Einbrennsupe

 -> Wenn du auf der Straße leben würdest, wie würde dein Tag aussehen?

 Mutter: Hoffnungslos, nicht so schön. Betteln gehen. 

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wie sich der kerner den kahn erzieht

11/20/2008 · 2 Kommentare

gestern beim länderspiel im ZDF moderierten und co-moderierten k & k durch das freundschaftsspiel deutschland – england. kahn seriös, mit zurückgenommener stimme, in graupailettiertes tuch gehüllt, der insider mit dem blick für interna, als torwart gefürchtet, als moderator geduzt, nach jedem zweiten satz von kerners hand berührt, angehimmelt und eingeschmeichelt. und kahn lernt schnell, findet nach dem seitenwechsel die antworten seiner ehmaligen kollegen auf die blöden fragen der blöden reporter nunmehr einsilbig – na da schau her. würde mich nicht wundern, wenn kahn den kerner irgendwann beerbt und sich zwischen die pfosten des öffentlichen und des rechtlichen stellt.

moderatoren sollten moderieren, nicht witzig sein und erst recht nicht moralischen bürgerjournalismus betreiben, kerner geht mir wirklich aufn keks, seit seiner kochshow ist der wandel vom bubi zum moralisierenden frontschwein auffällig, sein doradiger kumpel-style, dieses bestätigung suchen, so geben sich versicherungstypen in autobahnraststätten: laut, überbewertet und vollgestopft mit aufbaupräperaten. 

draxelrad-0261

ich weiß auch nicht, was kümmert mich eigentlich kerner? es ist meine moral, die sich sträubt, ich will typen wie ihm einfach nicht begegnen, weder im coffeeshop noch in der glotze, er repräsentiert gemeinheit, niedertracht und grossspurigkeit – er könnte gut den kärntner landeshauptmann beerben, im gailtal wäre er gut aufgehoben, die leute würden ihn lieben..

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wie man es sich mit der community verscherzt und gleichzeitig an machiavelli denkt

11/21/2008 · 2 Kommentare

bestimmte leute gegen sich aufzubringen ist nicht schwer, man muss im grunde nur seine meinung äußern, diese stichhaltig argumentieren, sich nicht in den persönlichen nahkampf begeben und schon ist man für 2/3 der beziehungsgeschädigten ein user mit sieben sigeln. ignoriert man beleidigungen und grenzüberschreitende ankumpelung, ruft das erst recht neider auf den plan, mit verunglimpfenden worten versuchen sich die angreifer in den emotionalen schmerzkörper zu bohren, mit hergeholten schemen wird das feuer der gemeinheit geschürt – zeigst du jetzt schwäche, fallen sie über dich her und beißen dich nieder.

setzt du dich jedoch klug zur wehr und bleibst bei deinem ansinnnen der sache willen zu diskutieren [selbst wenn es persönlich wird und um persönliches geht], ziehen sich die ersten grossmäuler zurück und verkriechen sich auf ihre decken.

extra-023

meist taucht noch ein nachzügler auf, versucht mit einem blasebalg voller m/oral-justiziabler genauigkeit die glut anzufachen und ja, ihm gilt es jetzt auch noch ein stück vom kuchen abzugeben, du fütterst ihn ein wenig, blendest ihn mit seiner eigenen eloquenz und mit einem freundlichen anakoluth biegst du in die zielkurve, wünscht einen schönen abend und bist aus der sache raus.

dass es innerhalb der community auch freunde und verehrer gibt, freut dich natürlich.

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wie man mit einem weblog geld verdient

11/23/2008 · 3 Kommentare

ja, wie? das wüßte ich auch gerne.

das thema geldverdienen mit blogs und die perspektiven führender blogger, diese frage erhöht auch heute noch geringfügig die aufmerksamkeit, sie wird auf jedem panel gestellt und führt immer in die unkreative auflistung von click-relevantz, alpha/beta-ranking, ansehen des betreibers usw.. sind denn die innereien der faktenkuh in der welt virtueller überprüfbarkeit tatsächlich ein garant, potentielle anzeigenkunden von der wirksamkeit ihrer investition zu überzeugen? geht es überhaupt darum und ist image wirklich ein image-träger, kauft man sich einen AUDI, weil er cool kommuniziert wird, oder einen OPEL, weil die kampagne 2008 behauptet, 2009 das auto des jahres zu sein?

extra-018

kann zb ein kleiner blog der pro tag 1000 besucher hat, eine bessere investition sein als ein von 50000 visits besuchter? (( klammer auf: autokonzerne etwa sollten einen erheblichen teil ihrer werbgelder in blogs investieren, ebenfalls die nahrungsmittelindustrie, die turnschuhindustrie, die erfrischungsgetränkeindustrie und die tageszeitungsindustrie. klammer zu ))

angenommen, ein blogger könnte sich mit einem täglichen blog-post den gegenwert [sagenwirmal] eines scheibenwischerpaares verdienen, wäre das nicht eine wünschenswerte entwicklung?

wie das im detail aussehen könnte, darüber werde ich mir weiterhin gedanken machen und vielleicht kommt sie eines tages, die zündende idee..

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wie man dem gekündigten community-mitglied die welt erklärt

11/25/2008 · 5 Kommentare

auf qype wurde ein user gelöscht, einer, der schon länger dabei ist und am tag danach von manchen seiner freunde als mahner stilisiert wird.

was aber führte zu seinem rausschmiss? -> nun, der user tat sich durch andauerndes nörgeln hervor, kritisierte nicht nur sämtliche neuerungen der plattform als unsinnig, das taten viele und ist anscheinend auch so gewollt – von kritik profitiert schließlich das portal, sagen die portalbetreiber. bei dem gekündigten war es nicht kritik, es war etwas anderes, es ging ihm nicht um die verbesserung des anbieters, es ging um das anrennen gegen ein system. der in der DDR sozialisierte zeigte eine an dummheit krenzende [egon krenz] verstiegenheit, da konnte man nur staunen. seine klassenkämpferischen verbalien [20 jahre nach mauerfall] und die verteidigung seines vaterlandes [seines prägungsmusters] waren ihm wichtiger, als jede community und erst recht jeder betreiber einer solchen. ihm ging es um propaganda, nicht um annäherung. 

er attackierte generell, alles, jegliche veränderung [insbesondere die kommerzielle ausdehnung] – und um seinem frust gehör zu verleihen, ging er auf die persönlichkeitsschiene und schoss sich auf den community manager ein, und zwar ziemlich pittbullmäßig.

tja, und letzte woche lief das fass über — zahlreiche, defensiv formulierte warnungen wurden über wochen hin ausgeprochen und je umgänglicher [versöhnlicher] der ton wurde, umso deutlicher [und zunehmend beleidigender] wurden die angriffe auf den gutmütigen cm. kurzum, letzte woche wurde reagiert — und der pittbull gelöscht.

bunker-025

wie aber soll es jetzt für den gelöschten user weitergehen? – nun, er könnte es als unterstützenden impuls sehen sein psychologisches konzept zu überdenken, könnte sich besinnen und der ursache auf den grund gehen, er könnte sich fragen, warum er dem portal kommunikative und technische mängel vorwarf, obwohl er selbst in seiner aufdringlichen kritik keine einzige veränderungsidee vorbrachte, dabei getreu seinem vorwurf agierte, entbesserung betrieb?

die empfehlung, die angelegenheit von einer anderen perspektive zu betrachten und sich seinem ursprungsszenario zu stellen, sei ihm hiermit angeraten – wenn er klug ist, nimmt er den rausschmiss als chance und lernt was daraus..

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warum mir mein astrologischer tagesrückblick am herzen liegt und eigentlich keiner erklärung bedarf

11/27/2008 · 6 Kommentare

seit mitte oktober poste ich täglich meinen horoskopischen tagesrückblick auf http://tageshoroskop.blogger.de – erstaunlich viele besucher besuchen mein blog, verkünde ich mein posting doch allmorgendlich auf twitter und es scheint, es gibt es in der blogosphäre [m/ein lieblingswort] eine kleine seneca-gemeinde [per aspera ad astra]. 

was bezwecke ich eigentlich damit? der wirkliche grund: es gehört zum morgenritual, nach der meditation wartet der tagesrückblick, es fördert den gedanken das ich abzuschaffen, mein ich, ich möchte in den allgemeinen modus der lebensbetrachtung und lebensführung vordringen, weil ich ich nicht mehr lesen kann. in jedem kleinen text springen mir ichs ins gesicht, jeder zweite satz beginnt mit ich. und, wie war ich?

winter-008

es stimmt, das ist nicht die wahrheit, ist nur ein kleiner ausflug, dem apspera ad astra geschuldet. der tagesrückblick, ein ungeschönte rückschau auf mein tun [und nichttun], die stenografische revue des vergangenen tages, so kann ich sehen, ob etwas weggenommen oder hinzugefügt wurde. 

und die frage: wie war ich gestern? -> sie ist einfach zu schön, ist der wahre grund für den rückblick, ihretwegen mache ich das. in zehn jahren wird sich einiges an rückschau angesammelt haben, die sterne über meinem zelt werden sich wölben, mein leben wird eine wende nehmen und das projekt tagesrückblick sein ende finden. ja, so wird es sein – per aspera ad astra. 

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wie man sich in mitte einen auftrag angelt

11/28/2008 · Kommentar schreiben

seltsam: gerade schaue ich mich ein wenig bei XING um, ein gedanke geht mir durch den kopf, ich gehe auf das profil eines kontaktes eines kontaktes, dieser betreibt eine werbeagentur, ich klicke den link und finde den eben gedachten gedanken unter der rubrik: gescheiterte versuche – wow, denk ich, vom eigenen motto geküsst, das ist es, das ist das tao der physik!

eine agentur für gescheiterte projekte gründen, einen klick entfernt vom ich, vom mir, das distanzierte des letzten jahres reaktivieren, es ein wenig umformulieren, frisch bepinseln und anbieten, notfalls bei twitter, da tummeln sich doch immer alle. ohnehin ist es lustig, wie lange manche brauchen sich als early adopters selbst zu entdecken und sich zu profilieren. haben sie dann aber etwas entdeckt, schreien sies in die ganze welt hinaus, dass es selbst der kerner in seinem studio noch hört.

die idee des unentgeltlichen ideengebens ist schön. bei einem kleinen plausch im coffeeshop erwähnst du was gescheitertes und eh du dich versiehst, laufen vier wochen später die ersten opinions mit deinem projekt aufm kopp durch mittes mitte.

winter-039

[rückblende in den monat davor] nebenan am tresen steht ein etwas zu stark parfümierter werbefuzzi und lächelt mich verschwörerisch an, er legt mir wortlos seine karte hin und verläßt das lokal. ich hole mein handy raus, rufe ihn an, er kommt zurück – reicht mir die hand und sagt: ich habe das gespräch gerade eben mitverfolgt, ich hätte da einen lukrativen auftrag für sie. ich: ohh, das kommt mir gerade recht..

der auftrag war ein fake, der typ wollte ein ungenau definiertes direct-mailing für lau [na vielen danke auch], an sowas bin ich nicht interessiert, ich bin doch kein söldner. typen wie er sitzen nicht nur im fernsehen rum und stellen blöde fragen, jetzt quatschen sie mich sogar schon in meinem kiez an. ich bin sicher, das tao wollte mich prüfen..

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Quatsch Community Club

12/01/2008 · 4 Kommentare

auf meinem lieblingsempfehlungsportal gibt es seit tagen eine ausufernde diskussion über einen ungeliebten admin, dieser hat sich durch voreiliges schließen diverser threads hervorgetan, aber nicht nur das, auch meinungsbeiträge wurden gelöscht und als beleidigend abgetan [so geschehen in meinem fall].

besagter admin nimmt seine aufgabe ernst, sehr ernst, hat sogar eine abstimmung eingerichtet und dadurch [unbewußt?] seine wahre identität geoutet [im forum wählte er einen anderen namen]. sein vorgehen zeit, wohin sich der community-gedanke entwickeln kann, gerät er in autoritär-administrative hände.

ssl152512

gut, so schlimm ist das alles nicht, die community hat sich das nicht bieten lassen und sich gegen ihn ausgesprochen, was er nach tagen der ablehnung immernochnichtso recht glauben will.  

überhaupt sind communities ein ideales kompensationsmodell, hier kann man so richtig die sau raus lassen, kann sich einer identität verschreiben und die verdrängten gelüste ausleben. die community wird sich jedenfalls in absehbarer zeit zu einem flohzirkus ausweiten, wenn sich erstmal das frustventil der masse entlädt, wenn der PC die glotze ablöst, das volk über die mauer steigt und ins netz strömt. man wird sich nach verpeilten idioten [trolle] aus der frühzeit des web 2.0 sehnen und spätestens dann, wird unser admin eine führende position einer führenden plattform bekleiden.

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aus liebe zum beruf

12/02/2008 · Kommentar schreiben

ein neues café schreibt auf seine visitenkarte aus Liebe und man denkt, na, wenn das nicht mal nur so dahingeschrieben ist..

die mitarbeiter passen sich dem gestylten interieur an, schwimmen wie phosphorisierte quallen um den tresen rum, das mädchen dahinter zieht einen flunsch [damit hätt sie beim kate-moss-award zwar auch nichts gewonnen, aber hier passt es]. anstatt im jeep durch die gegend zu fahren, stehen sie hinterm tresen und müssen sich die blicke von gästen gefallen lassen, die in dieser total angesagten gegend in diesem total angesagten laden reinschneien und dann auch noch freundlich sind – sowas von uncool.

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mir ist das egal, wundere mich aber doch über manch individuellen ausdruck, mit welcher deutlichkeit manche gesichtszüge die stimmung ihrer träger spiegeln. überhaupt scheinen brüche das stilmittel in neuen läden zu sein.

es ist schön irgendwo einzukehren, in ein gebrochenes gesicht zu schauen, der servicekraft ein soziales verständnis [nonverbal] anzubieten und sie solange mit der glut der freundlichkeit konfrontieren, bis sie lächelt und sich beim bezahlen zu deinen gunsten verrechnet..

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kommentare sind wie gute bars

12/03/2008 · 8 Kommentare

ein extrovertierter schweizer blogger wurde anlässlich einer konferenz in einem anonymen kommentar als fett oder dickleibig bezeichnet [was er in der tat gar nicht ist]. das wollte der deutsch-schweizer nicht auf sich sitzen lassen und hat via IP-adresse den kommentator mit richtigem namen öffentlich geoutet. der kommentator befand sich in der probezeit, war im auftrag seines arbeitgebers [einer PR-agentur] vor ort. kurzundgut, nach bekanntwerden seines richtigen namens wurde ihm gekündigt. das widerrum belastete den schweizer blogger, ein großes pro&contra-outing-kommentar-posting-hin-und-her begann, eine ausufernde blogger-diskussion argumentiert nun seit tagen das für und wider dieser angelegenheit.

wie verhält es sich überhaupt mit kommentaren? ist es ein am tresen stehen und auch was sagen? wichtig oder nicht, meist ist es palaver, manchmal hat es gehalt – kommentare sind wie bars.  

-> eine bar ist ein ort an dem alles möglich ist. in dem der brandauer einen kreislaufzusammenbruch simuliert, dir der langjährige freund die freundschaft kündigt, der jahre später einer der führenden synchronsprecher deutscher zunge wird. in der die freundin, die eine hure ist, dich überredet in einer talk-show über dein freier-dasein zu plaudern. in der der bruder der hollywood-schauspielerin bei der berlinale seinen film vorstellt und dich so richtig abschleppt.

in der die freundin der mutter deines sohnes als erste türkische kommisarin karriere macht und der freund dieser freundin als erfolgsloser drehbuchautor rumsteht und irgendwann doch noch zum film kommt, als erster schwuler kommissar im deutschen fernsehen.

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und hannelore elsner meint dazu: die bar ist ein refugium für menschen nach der arbeit. ein ort zum feiern nach den festen – ein platz, um menschen zu treffen – oder auch leute. wenn sie nicht elegant sind, dann bemühen sie sich um einen eigene note. 

sich um eine eigene note bemühen, darum geht es in jedem blog, in jedem kommentar..

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döner mit sauce gegen fc pfannkuchen

12/04/2008 · Kommentar schreiben

spielt hertha gegen galatsaray im olympiastadion, bebt der bosporus’sche gemeinsinn, deutsch-türkische fans machen aus dem auswärtsspiel, ein heimspiel.

in der ersten halbzeit lief döner-komplett gegen müsli mit soja. die gäste machten stimmung, hertha rannte hinterher, torwart drobny stand sicher zwischen den pfosten, da war kein durchkommen, die türkische wand hinter ihm schien ihn zu stärken.. schnitt

/ vierzig minuten später / gegen ende der zweiten halbzeit drehten die berliner dann auf, sie wollten den unnötig gepfiffenen elfer ausgleichen, kämpften endlich und hatte am ende ein 0:1 erzielt, eine heimniederlage – tante hertha, zu gast im eigenen haus, besiegt von den feurigen jungs vom bosporus und von einem italienischen architekten [der schiedsrichter aus bologna pfiff das beinah deckungsgleiche handspiel im türkischen sechzehnmeterraum nicht]. die gala-fans jedenfalls hüpften ausgelassen vor den kameras und waren sich des ungerechten ergebnisses durchaus bewußt, obwohl, wahrscheinlich nicht. 

tennis-borussia-hertha-0182

danach im studio verbarg schweizermacher favre charmant seine enttäuschung, lockte die ard-frau mit den komischen fragen in seine ecke, flirtete zurück. die nicht ausformulierte kritik an der mittelfeldschwäche seiner mannschaft war allerdings unüberhörbar.

ist doch wahr, eine mannschaft die von 90 miniuten nur zwanzig kämpft, macht keinen richtigen spass. und immer nur döner, auch nicht..

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mit den augen des leserreporters

12/05/2008 · Kommentar schreiben

heute morgen stand bei EDEKA  die ehemalige kulturministerin christina weiss vor mir an der kasse. das band voll mit weißen[!] produkten: quark, milch, mozzarella und anderen eiweissbomben – ihr lebensgefährte[?] packte die waren in den beutel. die beiden schwarzgekleideten gaben einen konsequenten kontrast zum gekauften, eine optisch ansprechende ying/yang-aufteilung – anscheinend wissen sie um die ausgewogenheit von ernährung und öffentlichkeit.

einen blickkontakt zwischen uns gab es auch. frau weiss drehte sich instinktiv um, schaute mich kurz und deutlich an – sind wir uns schon mal begegnet? soufflierte ich ihrem blick. ein gedanke huschte über ihren mund, kaum merkbar. sie scheint was von ausgewogenheit zu verstehen, ihre sensoren sind jedenfalls ziemlich gut ausgebildet. 

winter-099

und wie ich so in der schlange stehe stelle ich mir vor, wie wohl einer dieser neuen leserreporter die szene beBILDern könnte. er könnte seine story aufpeppen und zb ein mottenloch in frau weiss’ mantel entdecken [und fotografieren], einen streit mit der kassiererin herbeidichten, eine batterie unanständiger dickmacher aufs laufband legen, ihre haare zerzausen und ihr noch einen schal aus schuppen übers dekoletté streuen. der leserreporter könnte komische fotos machen und seine story an seinen auftraggeber mailen. der/die wiederrum könnte die geschichte zu den anderen legen und sie zu gegebenem anlass publizieren, irgendwann – falls die redaktion mal lust verspürt, die ehemalige kulturministerin zu demütigen. könnte doch sein..[!]

oder aber, gleich drucken, die leserreporter-aktion ankurbeln. am nächsten morgen also würde christina weiss aus der zeitung über ihr ernährungsproblem erfahren, sich als streitsuchende cholerikerin dargestellt sehen und beim nächsten einkauf wahrscheinlich einen taucheranzug tragen. man darf jedenfalls gespannt sein, wie sich das projekt leserreporter entwicklt.

wer weiss, vielleicht werde ich mir ein zweites standbein aufbauen und mich als leserreporter-reporter bei niggemeiers  BILD-blog bewerben. als derjenige, der die privatheit der promis beschützt und die fahne des guten geschmacks hoch hält.

darauf einen düschardäng double..

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sascha mouskouri und nana lobo in der NDR-talkshow

12/06/2008 · 7 Kommentare

gestern waren interessante leute in der NDR-talkshow zu gast: allen voran, die wunderbare nana mouskouri, deren stimme bereits zu hard-rock zeiten in die geheimen kammern meiner berührung drang. dann die erstrecht wunderbare hannah herzsprung, darstellerin der liesl karlstadt und der suasanne albrecht, der grimassenschneiderschauspieler ochsenknecht uwe, der motorische jungvater michael mittermeier, die zentrale intelligenz-bloggerin kathrin passig, die wienerin christiane hörbiger, die warmherzige elvis presley-bekannte vera tschechowa und neben ihr, fassbinders und scorseses kameramann  michael ballhaus.

besonders die freimütigen erzählungen der nana mouskouri gingen ans herz, venusgleiche worte, souverän und voller wärme, ich hatte tränen in den augen. ebenfalls berührend, die unumwundene offenheit der hannah herzsprung, die moderations-alpha-weibchen schöneberger sichtlich beeindruckte und ihr einige konkurrenzfalten um die kajalstiftigen pupillen zog. 

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dann saß da noch der frontman der digitalen bohéme im rund, ein rotgetönter irokese mit hahnenkamm. ihn kenne ich, er heißt sascha lobo, followed mir auf twitter und gelegentlich begegnen wir uns, im www und im EXTRA-markt an der schönhauserallee. sascha wollte ich sehen, dummerweise habe ich seinen auftritt versäumt [wg. bayern gegen hoffenheim], ihn während der sendung nur [noch] einmal kurz gehört. da ging es irgendwie um blöde kindervornamen, sascha gab laut, stupste ochsenknecht an, dieser gähnte zerknautscht zurück – schade, ein etwas kräftigerer tritt daneben hätte mir gefallen. der irokese aber bewahrte contenance [und kathrin passig tat es ihm gleich, auch sie opponierte kurz {und unentschieden}, ich meinte ihren duktus zu erkennen].

jedenfalls haben sich der twitter-könig und die intelligenzquotientin eine außergewöhnlich gutbesetzte talkshow ausgesucht und sich nicht nur den herrn hubertus und seiner frau schöneberger sprachreich ans revers gefollowed. ich bin sicher, die beiden haben die zeit genutzt, haben die generation prokrastinat den [ohnehin älteren] herrschaften der runde schmackhaft erklärt und natürlich nannten sie es arbeit und natürlich haben sie alle verkaufsfördernden register gezogen, hoff ich doch..  

falls jemand die talkshow gesehen haben sollte, bitte einen kommentar hinterlassen[!]

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in love with wolfgang clement

12/09/2008 · Kommentar schreiben

mich gestern um ein haar in den wunderbar hochmütigen kommentatoren-kollegen wolfgang clement verliebt, wie er da saß und den oberklugen fragen des reinhold begegnete, der ihn unbedingt und fortwährend eines besseren belehren wollte – als ob diese frage-technik ein gestandenes mannsbild ins wanken brächte..

und überhaupt. ein journalist befragt einen journalist und repitiert den parteikodex einer partei, läßt nicht locker, will das offensichtliche als eingeständnis rauskitzeln. anstatt clement über visionäre konzepte zu befragen, geht er immer wieder zurück in den parteipolitischen schwitzkasten. nach stunden des verhörs kommt auch noch oberjournalistin wiebke bruhns dazu, die ebenfalls [wie clement] unter brandt ihre röcke in den wind hielt, clement [wie beckmann] taktische absicht unterstellte und ganz nebenbei nicht umhin konnte, ihm schöne augen zu machen.

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naja, meinetwegen, über wolfgang clement lass ich jedenfalls nichts kommen, er stand als gern gesehener gast mitten in mitte nachts hinterm tresen und bloggte den zapfhahn, zeigte qualitäten als wirt und mann von welt, das personal liebt/e ihn für seine direkte art, für seinen hochmütigen stallgeruch – die verbeamteten sesselpupser aus den lebenslang abgesicherten büros des öffentlichen rechts können das nicht verstehen, er ist ihnen zu drahtig, zu schlau, zu ehrgeizig und zu direkt. er läßt sich den mund nicht verbieten und erst recht nicht von beckmann in die blöde schublade opportunen meinungszwangs stecken, dem der paffende altkanzler während des gesprächs auf der schulter saß und ihm nicht nur die fragen vorlegte, sondern auch noch lustige ringe in die ohren bließ. 

von mir aus könnte wolfgang clement schon morgen wieder nach mitte ziehen, ins kanzleramt im regierungsviertel – in die mitte mittes.

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wie man die energiezentren des körpers meditiert

12/10/2008 · 2 Kommentare

eine kleine anleitung zur täglichen praxis, powered by chris mulzer

-> Die traditionelle Reihenfolge innerhalb der Chakra Meditationen ist durchaus begründet und sollte in der herkömmlichen Lehrweise und bei Übungen nicht nach Belieben ausgetauscht werden.

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SUGGESTION 1: DAS STIRNCHAKRA

Das Stirnchakra ist der Sitz des dritten Auges, zwischen Ihren Augenbrauen oberhalb Ihrer Nase, und hier finden Sie Zugang zur Kraft Ihrer Intuition. Immer wieder berichten mir Leute von den Schwierigkeiten, die sie mit Visualisierungsübungen haben. Das ist einer der Gründe weshalb ich mit dieser Suggestion beginne, denn sie macht Ihnen das Visualisieren leicht, was eine Grundlage für alle weiteren Chakra Suggestionen sein wird.

WAS BEWIRKT DIESE SUGGESTION?

Gerade für Leute, die Konzentrationsschwierigkeiten haben, zur Vergesslichkeit neigen und leicht abgelenkt werden, ist diese Trance von großem Nutzen. Die Chakra Suggestionen des dritten Auges macht Ihnen den Kopf frei.

 

 

SUGGESTION 2: DAS SCHEITELCHAKRA

Die zweite Suggestion ist für das Scheitelchakra. Wenn es um tiefgreifende Persönlichkeitsveränderungen geht, dann spielt das Scheitelchakra die Hauptrolle und ebnet den Weg für die folgenden Transformationsprozesse. Hier bekommen Sie auch eine Portion “guten Mutes” mit auf den Weg.

WAS BEWIRKT DIESE SUGGESTION?

Besonders für Menschen, die manchmal ein Gefühl von Entfremdung haben oder an Depressionen leiden, ist diese Sequenz Balsam für die Seele. Denn es geht nicht darum den Sinn des Lebens verzweifelt suchen zu müssen, sondern ihn freudig genießen zu können, wie den Duft blühender Rosen.

 

 

SUGGESTION 3: DAS KEHLKOPFCHAKRA

Wenn Sie dann die nächste Sequenz auf sich einwirken lassen, öffnen Sie sich der Welt und finden Zugang zu einer Kraftquelle besonderer Art – der Wahrheit. Gefühle klar mitteilen und Gedanken verständlich ausdrücken zu können, das sind Fähigkeiten die dem Kehlkopfchakra entspringen. Vielleicht bemerken Sie, dass es Ihnen bald leichter fallen wird zwischen anderen Menschen zu vermitteln, und Ihr eigener Gedankenfluss gleichmäßiger wird, wenn Gedanken und Gefühle Hand in Hand miteinander gehen.

WAS BEWIRKT DIESE SUGGESTION?

 

Besonders wer unter Sprachschwierigkeiten, wie Stottern, leidet, Schwierigkeiten hat sich mitzuteilen, ein übersteigertes Bedürfnis nach Anerkennung hat, den Wunsch verspürt andere zu manipulieren oder gerne tratscht, der sollte die Kehlkopfchakra Suggestion erleben.

 

SUGGESTION 4: DAS HERZCHAKRA

Das Herzchakra ist die Quelle des Mitgefühls. Die Fähigkeit, andere Menschen gut zu verstehen und sich selbst und andere zu akzeptieren und zu lieben – mit allen Schwächen und Fehlern – zeichnet Menschen aus, deren Herzchakra stark ist. Besonders für Menschen in Führungspositionen sind diese Eigenschaften enorm wichtig (und sei es auch “nur” die Führungsposition, die Sie innerhalb der Familie oder des Freundeskreises einnehmen).

WAS BEWIRKT DIESE SUGGESTION?

Leute, die sich isoliert und abgeschottet fühlen, Schwierigkeiten haben mit anderen in Kontakt zu treten, an Einsamkeit leiden oder zu Verbitterung neigen werden hier eine wahrhaft herzerweichende Erfahrung machen und wieder zurückfinden zum Kern Ihres menschlichen Daseins – und dem Schlüssel zum Glück.

 

 

SUGGESTION 5: DAS NABELCHAKRA

Die Nabelchakra Suggestion ist für all jene, die gerne mehr Charisma wolle. Eine starke und selbstbewusste Persönlichkeit, die Ziele erreicht und ihren Gefühlen deutlich Ausdruck verleiht. Um Ihr wahres Potential zu entfalten, müssen Sie auf die Kraft, die dem Nabelchakra entspringt zugreifen können. Und der Spruch: mit großer Macht, kommt große Verantwortung trifft besonders auf Menschen zu, deren Nabelchakra die dominante Energiequelle im Leben ist.

WAS BEWIRKT DIESE SUGGESTION?

Diese Suggestion hilft vor allem Menschen, die unter einem geringen Selbstwertgefühl leiden und unsicher sind, aber auch arrogant, oder oft Wutausbrüche haben – und vor allem: für die Kontroll-Freaks, die immernoch Probleme mit dem Loslassen haben. Doch auch “Workaholics” werden mit dieser Sequenz einen neuen Zugang zur Entspannung finden, und einen besseren Weg entdecken, die Seele baumeln zu lassen und Zufriedenheit zu erlangen.

 

SUGGESTION 6: DAS SAKRALCHAKRA

Dann folgt die Sakralchakra Suggestion. Lebensfreude, Vitalität und Sinnlichkeit sind Zeichen eines ausgewogenen Sakralchakras. Wenn die Energie gut in Ihrem Sakralchakra fließt, dann stecken Sie andere Leute mit Ihrer guten Laune an und wirken wie ein Magnet auf das andere Geschlecht, denn Ihre natürlichen Anziehungskräfte sind aktiviert.

WAS BEWIRKT DIESE SUGGESTION?

Besonders wer ständig an Beklemmungen und Sorgen leidet, Suchtprobleme hat, sich mit Schuldgefühlen quält, grundlos aggressiv und leicht eifersüchtig wird sollte sich die Sakralchakra Suggestion des öfteren zu Leibe führen.

 

SUGGESTION 7: DAS WURZELCHAKRA

Wenn Sie dann die nächste Sequenz auf sich einwirken lassen, treten Sie in Kontakt mit der Quelle von Lebenskraft und Vitalität – dem Wurzelchakra. Ein gesundes Wurzelchakra spiegelt sich in Ihrem Leben zum Beispiel dadurch wieder, dass es Ihnen an nichts mangelt, und Sie über ein gutes “Urvertrauen” verfügen, sich bewusst sind, dass Sie Ihren Platz im Universum haben und für Sie gesorgt ist.

WAS BEWIRKT DIESE SUGGESTION?

Wenn Sie jemanden kennen, der oft müde und abgeschlagen wirkt, der sich matt und niedergeschlagen fühlt – dann wissen Sie, wie ein Ungleichgewicht des Wurzelchakras sich auf eine Person auswirkt. 

 

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wie die REWE group ihren kunden verärgert

12/11/2008 · 6 Kommentare

habe kürzlich einen brief mit einer zahlungsaufforderung der REWE group bekommen [ das sind die, deren produkte kindliche vornamen haben und total auf qualität setzten - und ganz nebenbei die lebensmittelhoheit anstreben].  

was ist passiert? vor eingen tagen wurden von meiner ec-karte an der supermarktkasse 1,98 euro abgebucht, das konto war nicht gedeckt, der betrag wurde rückgebucht. zwei tage später war ein brief der REWE group in der post, mit einer gesamtforderung von 13,48 euro – ich meine, sind die noch ganz sauber?  

extra-042

ich hatte die 1,98 einen tag danach überwiesen, eine substantielle mail geschickt, die damen und herren über stammkunden-status und kommunikation aufgeklärt, ihnen eine vorschlag unterbreitet.. nichts passierte, keine raktion. heute ist wieder ein brief in der post, mein betrag sei eingegangen, die kosten aber sind geblieben. 

warum wartet die REWE group verdammtnochmal nicht einige tage [eine woche] mit dem abbuchprozedere, warum schicken sie dem kunden nach einem einmalig missglückten abbuchvorgang einen tag danach eine fette zahlungsaufforderung ins haus, sind die noch zu retten?

ich weiß nicht, ich finde das wirklich sehr ärgerlich und hätte große freude daran, würde sich auf grund dieses vorgangs [dieses postings] ein deutschlandweiter REWE-boykott formieren und dem konzern zeigen, wie effizient zeitgemäße kommunikation sein kann –  ja, das würde mir gefallen..

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land der sprache und der päpste

12/12/2008 · 2 Kommentare

gestern ging es bei maybrit illner um sprache. geladen waren, neben zwei hauptberuflichen sprachexperten, der geistreiche ulrich kienzle, der grünen-politiker tarek al-wazir und verona pooth. gleich zu beginn, in übelster laune und forderster front, der CDU-mann und der als sprachpapst untertitelte wolf schneider - rechthaberisch, uncool, eingehüllt in restriktives deutschmeistertum saß er da, zusammen mit seinem aufbrausenden mitspieler und sprachgesetz-forderer bosbach von der CDU – fern jeglicher entwicklung.

mir hat es vorallem der als sprachpapst titulierte journalisten-ausbilder schneider angetan [einer der ungelenkigsten journalisten deutscher zunge und louis trencker der berichterstattenden zunft in einem], seine weltsicht wird allen ernstes jungen journalisten als gesetz gepredigt, da wundert es nicht, wenn diese ständig um ihr sozial-prestige buhlen und angst vor der subjektivität der blogger haben, so einen rückschrittlichen schwachsinn wie der verzapft, das geht auf keine kuhhaut. 

winter-102

schneiders handbuch über journalismus zb, liest sich wie eine in ewiges eis gemeißelte dreihundertseiten-anleitung zum blumenpflücken und gilt immer noch als standard-lehrbuch für journalisten – ein wiederkäuernder fallbeispiel-fladen, ein muss für tabellenmenschen, für kulturpolitische CDU-politiker in talk-runden, eine bibel für die stets kritischen herren der nachkriegszeit.   

wenn ich dann noch höre, wie sich die made im speck über integration und kanaksprach äußert und heute morgen in der zeitung lese, dass alleine die renten für ehemalige mitarbeiter von ARD und ZDF im jahr 577 millionen an gebührengeldern verschlingen, und die GEZ im neuen jahr die gebühren erhöht und päpste wie schneider über randgruppen und deren sprach-codes diskutieren, frage ich mich, wann die jungen medienfuzzis endlich auf die strasse gehen werden um die zubetonierten hochburgen öffentlich rechtlichen hochmuts zu attackieren und sich gegen den korruptionsartigen stil der alten säcke auflehen. wann die öffentlich-griechischen verhälnisse hierzulande platzen werden..

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azubis supporten melodienplagiator bushido

12/15/2008 · 2 Kommentare

kleiner pausen-rap für die beiden auszubildenden eines berühmten restaurants am gendarmenmarkt -> chicka und schnepfe

——————–

schau dir an diesen hund – da

markiert sein revier – ha

hebt den fuß und pisst – ja

 siehst du diesen typ da – da

er checkt alles und alle – ha

was er sagt ist gott – ja

handelt mit drogen, lässt die bräute tanzen

er studiert, sein vater ist n assi, onassi

quatsch mann, der typ macht was voll krass iss

er macht yoga, fährt mofa, hängt nicht ab auf seim sofa

sie sagen er sei perser, ein perser – perverser

 sie halten ihn für schwul, ja, schwul ist cool

er steht auf chickas und schnepfen, auf tussen und spexen

klärt bräute und nonnen, dürre und drohnen

seine haut ist coffee — seine lache ist sex

seine augen sind frau — seine lippen seine flex

schau dir an diesen hund – ha

 winter-161

 chicka: schwul oder cool

schnepfe: perverser oder perser

chicka: germanen, afros, schlitze und fidschis

schnepfe: kanaken, mulatten, punk-ratten und spargel-spacken

wir gehören alle zur selben rasse, zur rasse der frittaten

 beide:

ich hab nichts drunter, ja

muttis morgenurin macht meine muschi munter, ja

 chicka: ich krieg ne latte

schnepfe: und ich ne cola

chicka: du machst mich spitz 

schnepfe: und ich sitz so da

 

reimtechnische kommentare sind willkommen! 

 

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albert heiser erfindet das rad des aquarells neu

12/17/2008 · 9 Kommentare

mein freund albert ist werbefilmer, dozent, buchautor und maler. vor einigen jahren hat er das rad neu erfunden, das aquarell, die aquarellmalerei. den entstehungsprozess seiner arbeit hat er dokumentiert und daraus einen film gemacht, einen spannenden. 

 

Central Graden II. Die Neuentdeckung des Aquarells, Video 7 Min.

Ein Maler filmt? Nein, der Maler malt, fotografiert jeden Malfortschritt und schneidet daraus ein siebenminütiges Video. 50 Aquarelle entstanden in 3 Jahren und zu jedem durchschnittlich 15 Fotos der Malfortschritte. Multipliziert man die Anzahl der Aquarelle 50 mit den 15 Fotos so entstanden 750 Einzelbilder. Die Grundlage für das Video. Zusammen mit dem Cutter Rob Myers, Schnittbar Berlin, entstand ein jahreszeitlicher Zyklus. Zu sehen unter: http://www.albertheiser.de

wilde_rosen
Albert Heiser dokumentiert akribisch den Malprozess und legt offen, was anderegerne verbergen. Es werden Einblicke in das Geheimnis des Malprozesses gewährt. Rhythmik, Musikalität und die inhaltliche Bindung zu den Originalwerken sorgen für ein eigenständiges Werk.
lowenmaulchen0
Albert Heiser hat das Aquarell neu entdeckt. Gemalt wie in Öl, brechen seine Aquarelle mit der Konvention. Seine Bilder sind subversiv und berauschen. Voll gesogen vom Augenblick, setzen sie unvermittelt Gefühle frei.
 

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wie man die zeit zwischen datenbankserverausfall und sich selbst verbringt

12/18/2008 · Kommentar schreiben

heute morgen stand ich vor geschlossener pforte, die site zum portal ließ sich nicht öffnen, verwehrt den zugang.  mmhhh.. man probiert es nochmal, und nocheinmal, wieder und wieder, wird zunehmend ungeduldig, nervös, genervt, steht auf, mags nicht glauben, probierts nochmal, lacht hysterisch, schickt einen zynischen dank an das universum, geht derweil auf eine andere site, schmirgelt ein wenig rum, beantwortet eine mail, rhythmusstörung im darm sucht man einen anderen ort auf, kehrt zurück, schenkt sich tee nach, probierts erneut. allmählich wird es turkeysch, eine stelle am kopf beginnt zu jucken, laut schreit man hinaus: was soll das denn, verdammte kacke nochmal?

september-028

man belächelt sich und seine selbstdisziplin, twittert das dilemma, man ist nicht allein, klagende gesinnungsverbündete twittern zurück, man verläßt das haus, geht frühstücken, denkt nicht mehr dran, gönnt sich eine doppelte portion koffein. nach einer stunde toleranzverschiebung kehrt man zurück zum arbeitsgerät, probierts aufs neue, der kopf beginnt zu jucken, das portal ist wieder erreichbar – alles ist gut! 

was aber macht man ohne gewohnheiten, ohne aufgabe, ohne gebrauchtwerden? vielleicht sollte man seinen eigenen gedankenbankserver täglich für eine stunde ausfallen lassen und zufälligkeiten als willkommene boten des analogen universums sehen[?] ja, vielleicht.

 

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Die 1. Schriftrolle der Essener

12/22/2008 · 2 Kommentare

jedes jahr um diese zeit überkommen mich gedanken an eine andere innere welt, eine höhere selbstwelt, an ein heiliges lebes. die essener schriftrollen dienen mir als meditations-affimation, ich versenke mich, gehe ins licht, gebe mich den edlen worten hin. ab heute werde ich jeden tag eine schriftrolle bloggen. 

 

1. S C H R I F T R O L L E
Inhalt der ersten Schriftrolle, die von den Essenern in vorchristlicher Zeit aufgezeichnet und in
einer Felsspalte am Toten Meer aufgefunden wurde.

                                                                   * * * * * * *
Mein Herz ist ein Garten, genannt Eden. Mein Garten ist fruchtbar und schöpferisch. Die Samen die in meinen Garten fallen, brauchen nur geringe Förderung, um zu blühen. Wie der Urgarten Eden kann er ein Segen oder ein Fluch sein. Ein ungepflegter Garten wird zu einem Dschungel, und kein Garten bringt mehr Wachstum hervor als der Garten meines Herzens und meines Gemütes.

Wenn Unkraut und Disteln gepflanzt werden, so sind sie es, die wachsen. Sie werden die Blumen meines Herzens, die Lebensfreude, ersticken und verderben.

Der Meister hat gesagt: “Wie der Mensch in seinem innersten Herzen denkt, so ist er.” Was ich in
meinem Garten gepflanzt habe, ist, was ich bin, oder besser gesagt, ist, was ich glaube zu sein, und
alles, was ich je in meinem Leben erfahren werde, ist, was ich im Garten meines Herzens pflanze.

Wenn ich Samen des Schmerzes und der Zurücksetzung säe, so pflanze ich in meinen Garten die
Überzeugung, ungeliebt zu sein, pflanze Dornen des Schmerzes und der Benachteiligung, Selbstmitleid wird die Erfahrung meines Lebens sein.

Ich bin ein Gärtner. Mein Herz ist mein Garten. Man nennt es auch das Unbewußte oder das
Unterbewußte. Ob Herz oder Gemüt mein Garten ist der Ort, wo ich Worte, Gedanken Überzeugungen und Ideen gepflanzt habe. Diese Samen sind lange gepflegt worden und haben als Früchte die Art und Weise erzeugt, wie ich die Welt sehe und erfahre.

Ich bin ein Gärtner und ein Denker. Meine Gedanken kommen aus meinem Garten, und meine Worte und Gedanken säen wiederum die Blumen oder das Unkraut.

Wie jedermann spreche auch ich zu mir selbst. Meine Gedankenwelt ist jeden wachen Augenblick tätig und mein Sinn ist voller Worte, Gedanken und Meinungen. Die Worte und Gedanken, die Meinungen und Überzeugungen sind Erzeugnisse meines Gartens, und sie sind wiederum Samen und Dünger für meinen Garten, so daß die Pflanzen, die darin wachsen, seien sie gut oder schlecht, jeden Tag stärker werden, tiefere Wurzeln schlagen und immer überzeugender wirken.

Mein Sinn ist voller Überzeugungen, Gewohnheiten und Beschreibungen. Wenn ich in einem Gesicht einen Ausdruck sehe, neige ich dazu zu sagen: “Das bedeutet…”, und wenn meine Interpretation für mich vorteilhaft zu sein scheint, reagiere ich mit einem Aufleuchten von Befriedigung und beglückwünsche mich. Sagt meine Interpretation aber, der Gesichtsausdruck sei unfreundlich gewesen und bedeute Ablehnung und Mißbilligung, so lasse ich in mir ein Gefühl des Verletztseins hochkommen und tadle die Person, deren Gesichtsausdruck ich interpretiert habe.

Ich war mir bis jetzt nicht bewußt, daß das Muster für meine Interpretation in meinem eigenen Garten gewachsen ist. Ich war mir nicht gewahr, daß Vertrauen und Selbstwertgefühl, das Wissen, daß ich goldrichtig bin und geliebt werde, Blumen aus meinem eigenen Garten sind.

Von heute an beginne ich ein neues Leben. Ich pflanze einen neuen Garten und ernte neue Gedanken und Überzeugungen.

Ich bin verantwortlich für die Gedanken, die ich hege. Ich bin überzeugt, daß ich zu mir selber
spreche, wie ich das ja auch immer schon getan habe.

Ich bin der Meistergärtner meines Lebens. Ich kann nunmehr die Verantwortung für das übernehmen, was ich zu mir selber sage. Ich bin verantwortlich für meine Überzeugungen. Wie ich mich jeden Tag fühle, wird das Resultat dessen sein, was ich zu mir selber sage und was ich immer wieder zu mir gesagt habe.

Wenn ich es sehr schwierig finde, wunderbare und liebevolle Urteile über mich selbst zu mir zu
sagen, so kommt das daher, daß diese einsam stehende kleine Blume des Selbstwertes, die ich heute
pflanze, von den Tausenden, ja Millionen Unkräutern, die ich gepflanzt und genährt habe, fast
erstickt wird.

Heute pflanze ich einen neuen Garten. Es ist ein Garten der Freude und neuen Lebens. Die Erzeugnisse meines Gartens werden Gesundheit, Wohlstand und Güte sein. Mein neuer Garten wird mich ernähren mit vielfältigen, bedeutungsvollen Freundschaften. Frohsinn und Zufriedenheit werden im Garten meines Herzen reifen.

Wucherndes Unkraut ist in meinem Garten, weil ich immer wieder an Mangel und Einschränkungen gedacht habe. Samen werden gesät durch Wiederholung. Es bildet sich ein Gedankenmuster, und das Unkraut wird bewässert und genährt, so oft ich mit Zurücksetzung, Demütigung, Zorn, Groll oder Eifersucht reagiere.

Auch mein neuer Garten wächst durch Wiederholung. Neue Gedanken bauen sich auf zu neuen Denkmustern, und freudige, kräftigende, nährende Gedanken werden zu verwurzelter Gewohnheit. Mein neuer Garten wird mein neues Leben, meine neuen Sitten und eine neue Weise, mich selbst zu sehen.

Heute fange ich an, eine neue Gewohnheit anzunehmen. Ich schaffe starke und tiefe Wurzeln
verantwortungsbewußten Denkens, indem ich mich an das folgende tägliche Programm halte:

Die Schriftrolle, die ich in der Hand halte ist ein “Bija” (ausgesprochen bi-ha). Das Wort Bija
bedeutet Samen. Die Bija-Schriftrollen enthalten die Samen fröhlicher, positiver, liebevoller und
gesunder Gedanken, die in meinem Garten wachsen sollen.

Ich will mich mit solchen Gedanken mit aller Sorgfalt vertraut machen und darüber wachen, daß sie
meinen Sinn erfüllen mit neuen Überzeugungen, Denkmustern und Handlungsweisen.

Jeden Tag werde ich meinen Sinn, mein Herz und meinen Garten in gleicher Weise wie meinen physischen Körper ernähren.

Jeden Tag werde ich die Worte dieser Schriftrolle wie eine Mahlzeit zu mir nehmen und die darin
enthaltenen Gedanken verdauen. Das erste Mal werde ich sie beim Aufstehen lesen, damit die ersten Gedanken meines Tages, die meine Gemütslage und meine Erwartungen bestimmen, nährend und heilend sind und mich zur göttlichen Quelle meines Seins erheben.

Ich werde die Bija-Schriftrolle wieder zur Mittagszeit lesen, um die starken Wurzeln meiner neuen
Denkgewohnheiten und einer neuen Lebensweise zu ernähren. Und jeden Abend werde ich die
Bija-Schriftrolle lesen, so wie ich stoffliche Nahrung zu mir nehme.

Ein viertes Mal werde ich die Schriftrolle wiederholen, wenn ich zu Bett gehe, damit ich mit den
Gedanken einschlafe, die ich für meinen schönen Garten ausgewählt habe.

Ich werde die Worte dieser Bija-Schriftrolle schweigend oder laut während dreißig Tagen viermal
wiederholen. Dann will ich mich der zweiten Schriftrolle zuwenden.

Dazu verpflichte ich mich heute.

Ich will in mir einen neuen Garten pflanzen. Heute übernehme ich die Verantwortung für die Gedanken, die ich hege, und für alles, was ich glaube.

Ein Jahr lang werde ich diese Übung auf mich nehmen. Jeden Tag werde ich meinen Sinn und mein Herz viermal mit “Samen-Gedanken” füllen und dadurch mein Wesen verändern.

Es gibt zwölf Bija-Schriftrollen. Jeden Monat für ein Jahr werde ich eine neue Bija-Schriftrolle
vornehmen, um meinen Garten mit neuem Leben zu erfüllen.

Dazu verpflichte ich mich heute vor mir selber.

Ich werde nicht wanken.

Ich bin mir selber wichtig genug, um meine Verpflichtung einzuhalten und ein neues Leben aufzubauen.

Heute habe ich ein neues Leben begonnen, einen neuen Garten angelegt, und ich bin erfüllt von Dankbarkeit.

Copyright 1983, The Paul Solomon Foundation1

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Die 2. Schriftrolle der Essener

12/23/2008 · 2 Kommentare

ein gebet einen tag vor heiligabend.

2. S C H R I F T R O L L E
Inhalt der zweiten Schriftrolle, die von den Essenern in vorchristlicher Zeit aufgezeichnet und in
einer Felsspalte am Toten Meer aufgefunden wurde.

Ich grüße diesen Tag mit meiner Verpflichtung zur Liebe.

Ich besitze im Überfluß, wessen alle Menschen bedürfen. Ich bin eine Quelle der Liebe und Anteilnahme.
Dies ist das Geheimnis eines erfolgreichen Lebens: Es gibt keine größere Macht und Kraft als die
Liebe. Muskeln können einen Schild spalten und sogar Leben vernichten, doch nur die unsichtbare
Kraft der Liebe kann Herzen öffnen und die Seele nähren. Solange ich die Kunst der Liebe nicht
beherrsche, kann ich dem Zwecke meines Daseins nicht genügen. Liebe ist das wirkungsvollste Mittel für den Zugang zu Mitmenschen, dem sich niemand verschließen kann. Meinen Gedankengängen mögen sie widersprechen, mein Gesicht ablehnen, meine Ideen mögen Argwohn erregen, meine Liebe jedoch wird Herzen erweichen, so wie die Sonnenstrahlen das härteste Eis zum Schmelzen bringen.

Ich grüße diesen Tag mit meiner Verpflichtung zur Liebe.

Wie verwirkliche ich sie? Ich werde alle Dinge mit Liebe betrachten und werde wiedergeboren sein. Ich liebe die Sonne, die mich erwärmt; ich liebe aber auch den Regen, der meinen Geist reinigt. Ich liebe das Licht, denn es zeigt mir den Weg; doch ich liebe auch die Finsternis, denn sie zeigt mir die Sterne.
Ich heiße das Glück willkommen, das mein Herz erweitert; ich will aber auch Traurigkeit ertragen und sie zu meinem Besten wenden. Ich will Belohnungen annehmen, denn sie stehen mir zu; aber auch Hindernisse werde ich begrüßen, denn sie fordern mich heraus.

Ich grüße diesen Tag mit meiner Verpflichtung zur Liebe.

Und wen will ich lieben? Ich liebe meine Quelle, die mir das Leben verliehen hat. Mit tiefer
Dankbarkeit anerkenne ich, wie herrlich ich erschaffen bin, in Anlage und Aufbau so vielfältig und
wunderbar, daß die Vorstellungskraft es nicht erfassen kann. Ich erkenne, wie fair und empfänglich
ich bin, so sehr, daß meine Gedanken und meine Überzeugungen mich zu heilen vermögen und mich froh und leistungsfähig machen können, daß sie aber auch imstande sind, das erstaunliche Gebilde zu zerstören, das ich von meinem Schöpfer empfangen habe. Ich liebe meine Quelle, die mir das Leben und alle Möglichkeiten verliehen hat. Ich erkenne, daß mich meine Quelle mit zahlreichen Möglichkeiten der Wahl und der Erfahrungen ausgestattet hat. Ich kann das Gute oder das Böse, Freude oder Traurigkeit wählen. Dafür liebe ich meine Quelle, und so lange ich liebe, werde ich die Möglichkeiten der Wahl erkennen. Erfüllt von meiner Liebe bin ich dankbar für das, was ich bin.

Ich grüße diesen Tag mit meiner Verpflichtung zur Liebe.

Und wie werde ich reden? Ich mache es zu meiner Pflicht, Lob zu finden und auszudrücken für meine Feinde, und sie werden zu Freunden. Niemand ist ein Feind, es sei denn, er wurde verletzt. Ich bin dazu geboren, Liebe zu geben und Vorbild zu sein für alle, die andere verletzen. Niemand ist böse, es sei denn, er fühlt Schmerz; meine Liebe lindert Schmerzen. Ich will meine Freunde ermutigen, und sie werden zu meiner Familie zählen. Immer will ich nach Gründen für ein Lob suchen, niemals nach Ausflüchten, um üble Nachrede zu entschuldigen. Wenn ich versucht bin, Kritik zu üben, werde ich mich in die Zunge beißen; wenn ich zum Lobe bewegt bin, werde ich dafür sorgen, daß es gehört wird.

Sprechen nicht die Vögel, der Wind, das Meer und die ganze Natur mit Musik das Lob ihres Schöpfers? Kann ich nicht mit der gleichen Musik sprechen, um zu offenbaren, daß Er mich nicht armselig erschaffen hat? Ich muß wissen, daß alle Menschen so wunderbar geschaffen sind wie ich, und daß es so wie mir auch den anderen schwerfällt, diese Schönheit und Vollkommenheit zu zeigen. So will ich denn meine Quelle lieben, indem ich ihr Schöpfungswerk in allen Menschen und in der ganzen Natur liebe. Ich will hinfort stets an dieses Geheimnis denken, und es wird mein Leben verändern.

Ich grüße diesen Tag mit meiner Verpflichtung zur Liebe.

Und ich liebe nicht nur deshalb, um freundlich und nett zu erscheinen, obwohl auch das schon viel
bedeutet. Ich liebe vor allem, weil Liebe wirkt und weil sie mein bestes Werkzeug ist, um mit den
Lehren des Lebens fertig zu werden und seine Möglichkeiten zu nutzen. Ich liebe, weil mich die Liebe stark macht und weil sie Ergebnisse zeitigt. Mit ihr werde ich die Mauern aus Mißtrauen und Haß niederreißen, welche Menschen um ihre Herzen errichtet haben und an ihrer Stelle werde ich Brücken bauen, so daß meine Liebe Zugang zu ihren Seelen findet. Ich liebe die Ehrgeizigen, denn sie können mich begeistern. Ich liebe die Versager, denn sie belehren mich. Ich liebe die Könige, denn es sind Menschen. Ich liebe den Demütigen, denn er ist göttlich. Ich liebe die Reichen, denn sie sind so allein! Ich liebe die Armen, die so zahlreich sind. Ich liebe die Alten, denn sie haben teil an der Weisheit. Ich liebe die Schönen, deren Augen Traurigkeit verraten, und die Häßlichen, die den Frieden haben.

Ich grüße diesen Tag mit meiner Verpflichtung zur Liebe.

Aber wie werde ich auf die Handlungen der anderen antworten? Mit Liebe. Denn so wie die Liebe meine Waffe zur Öffnung der Menschenherzen, ist sie auch mein Schild, um die Pfeile des Hasses und die Speere des Zornes abzuwehren. Gegnerschaft und Entmutigung werden gegen meinen neuen Schild schlagen wie sanfter Regen. Mein Schild wird mich auf dem Marktplatz schützen und wenn ich allein bin. Er wird mich in den Augenblicken der Verzweiflung stützen und mich beruhigen, wenn ich mich hinreißen lasse. Ich werde mit seiner Hilfe stärker und geborgener, bis ich Ihn eines Tages zur Seite stellen und unbeschwert unter den Menschen einherschreiten kann. Dann werde ich in ein neues Leben eingehen.

Ich grüße diesen Tag mit meiner Verpflichtung zur Liebe.

Wie werde ich mich denen gegenüber verhalten, die mir begegnen? Nun in dieser Weise: Mit innerer Ruhe, und indem ich wortlos zu ihm sage: Ich liebe Dich. Obwohl unausgesprochen, werden diese Worte in meinen Augen aufleuchten, meine Brauen glätten, ein Lächeln auf meine Lippen zaubern und in meiner Stimme mitschwingen. Und sein Herz wird sich öffnen. Wer wird zu mir nein sagen können, dessen Herz meine Liebe fühlt?

Ich grüße diesen Tag mit meiner Verpflichtung zur Liebe.

Und vor allem werde ich mich selbst lieben. Deshalb werde ich eifrig alle Dinge prüfen, die in
meinen Körper, meine Gedanken, in mein Herz und meine Seele dringen. Nie werde ich den Begierden meines Fleisches nachgeben, sondern meinen Körper mit Reinheit und Maßhalten pflegen. Ich werde es meinem Gemüt nicht erlauben, zu Übel und Verzweiflung hinzuneigen, sondern ich werde meinen Sinn mit ewiger Erkenntnis und Weisheit stärken. Nie werde ich meiner Seele erlauben, selbstzufrieden zu werden, sondern ich werde sie nähren mit Meditation und Gebet. Nie werde ich meinem Herzen gestatten, klein und bitter zu werden, es vielmehr ausdehnen und mit anderen teilen, so daß es die Erde wärmt. Was ich bin, braucht Liebe, und es ist meine Verantwortung, all das zu lieben, was ICH BIN. Geborgen in dieser Liebe bin ich frei, anderen Liebe zu geben.

Ich grüße diesen Tag mit meiner Verpflichtung zur Liebe.

An diesem heutigen Tag liebe ich die ganze Menschheit. Von diesem Augenblick an ist jeder Haß aus meinen Adern verschwunden, denn ich habe keine Zeit zu hassen, nur Zeit zu lieben. Von jetzt an unternehme ich den ersten Schritt, um ein Mensch unter Menschen zu sein. Mit der Liebe wächst meine Leistungsfähigkeit, und ich lebe als Kind Gottes. Auch wenn mir alle anderen Fähigkeiten fehlen, werde ich allein durch die Liebe erfolgreich sein. Ohne sie müßte ich scheitern, auch wenn ich alle Kenntnisse und Geschicklichkeiten der Welt besäße.

Ich grüße diesen Tag mit Liebe und bin gesegnet.

Copyright 1983, The Paul Solomon Foundation

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Die 3. Schriftrolle der Essener

12/24/2008 · Kommentar schreiben

heute ist heiliger abend,  die welt feiert jesus geburtstag. 

3. S C H R I F T R O L L E
Inhalt der dritten Schriftrolle, die von den Essenern in vorchristlicher Zeit aufgezeichnet und in
einer Felsspalte am Toten Meer aufgefunden wurde.

* * * * * * *

Für alle meine Gedanken und Handlungen gibt es einen Grund, nämlich die Erwartung eines für mich günstigen Ergebnisses. Wenn ich Tagträume, erwarte ich vielleicht, der Langeweile zu entgehen oder zu erleben, daß meine Vorstellung Wirklichkeit wird. Vielleicht erwarte ich tieferes Wissen, Bewußtsein oder gesteigertes Denkvermögen. Oder ich mache mir Sorgen, um mich davon zu überzeugen, daß ich ein verantwortungsbewußter Mensch bin. Es gibt die verschiedensten Wünsche und Erwartungen, sogar solche, die ich nicht gerne eingestehen möchte.

Manchmal bin ich getrieben vom Wunsche nach Geld und Besitz; dann sind meine Gedanken und Handlungen darauf gerichtet.

Ich mag getrieben sein durch ein Bedürfnis nach Applaus und Zustimmung. Ich möchte den anderen gefallen.

Oft bin ich durch den Drang motiviert, recht zu haben. Ich mag es gar nicht, daß meine Ansichten und Handlungen als falsch eingestuft werden.

Manchmal ist der Wunsch nach Vergnügen die Triebfeder; das Leben soll mir etwas bieten und mich befriedigen. Doch der stärkste Antrieb für meine Gedanken und Handlungen ist meine Sehnsucht nach Liebe.

Wenn ich mich geliebt weiß, habe ich wenig Verwendung für Geld. Manchmal gibt es mir zwar ein Gefühl der Sicherheit, aber nicht entfernt so nachhaltig wie es die Liebe vermag.

Wenn ich mich geliebt weiß, brauche ich Applaus und Zustimmung nicht; Liebe ist an sich schon
Beifall und Zustimmung.

Wenn ich mich geliebt weiß, brauche ich nicht recht zu haben. In Gegenwart eines Menschen, der mir seine Liebe schenkt, brauche ich mich meiner Fehler nicht zu schämen; ich schätze es sogar, wenn er mich liebevoll auf sie aufmerksam macht.

Wenn ich mich geliebt weiß, gibt es für mich kein größeres Vergnügen; andere Vergnügen sind fade oder lediglich ein Mittel, meiner Liebe Ausdruck zu verleihen und Liebe zu erleben.

Nichts befriedigt tiefer als Liebe. Wenn ich mich geliebt weiß, so bin ich zufrieden, jedoch nicht
selbstgefällig. Ich werde weiterhin zu Gedanken und Handlungen angetrieben, habe Ziele, Ideale,
sogar Ehrgeiz. Aber meine Ziele und mein Ehrgeiz sind nicht mehr Ausdruck der Unsicherheit; ich
brauche niemandem mehr etwas zu beweisen.

Wenn ich mich geliebt weiß, sehe ich mich zu liebevollem Handeln veranlaßt. Ziele und Ehrgeiz sind Ausdruck meines Bedürfnisses, Freude zu geben und zu teilen.

Liebe ist eine Überlebensfrage. Ich brauche Liebe oder einen Liebesersatz, buchstäblich um überleben zu können. Viel zu viele Menschen sind aus Mangel an Liebe gestorben. Für Liebe gibt es mannigfaltigen Ersatz: Macht, Geld, materiellen Besitz, Popularität und Ruhm. Sogar Abscheu und Haß sind Liebesersatz. Jede Form markanter Beachtung kann als Liebesersatz dienen.

Liebesersatz befriedigt indessen nicht wirklich. Bestenfalls bietet er nur zeitweilige Betäubung und
ruft wie ein Rauschgift nach Steigerung. Ist Macht mein Liebesersatz, so brauche ich heute mehr
davon als gestern. Das gleiche gilt für Geld, Haß, Mitleid und alle anderen Formen markanter
Beachtung, mit Ausnahme der Liebe.

Alle Menschen wollen das Gefühl haben “es macht etwas aus, daß ich lebe.” Deshalb halten wir alle Ausschau nach Bestätigungen und Zeichen, aus denen wir schliessen können, daß “es etwas ausmacht, daß ich existiere.” Jede zugefügte Unbill, jeder Streit und jeder Krieg ist Ausfluss des Hungers nach Anerkennung der Tatsache, “daß ich etwas ausmache.” Jedes jemals begangene Verbrechen ist die Folge dieser Lebensnotwendigkeit. Der Verbrecher sagt sich im innersten Herzen, “ich mache etwas aus, und wenn mir diese Gewißheit nicht gütlich zuteil wird, so werde ich euch zeigen, daß man mit mir zu rechnen hat.” Selbst Völker hegen diesen gemeinsamen Gedanken: “Mit uns hat man zu rechnen. Und wenn eure Worte und Handlungen dies nicht zum Ausdruck bringen, so töten wir eure jungen Männer, wie wenn es auf sie nicht ankäme, und das wird euch veranlassen zu erkennen, daß man mit uns zu rechnen hat.”

Dieses Bedürfnis nach Anerkennung der Tatsache, daß ich wichtig bin, ist nichts anderes als der
Wunsch, geliebt zu werden. Wenn ich geliebt werde, so weiß ich, daß ich von Bedeutung bin, daß meine Existenz für den oder die Menschen, die mich lieben, wichtig ist. Ich brauche keinen anderen Beweis. Ich werde geliebt, das genügt.

Ich habe einen Körper, eine Persönlichkeit, Verstand und Geist. Ein kleines Kind wohnt in mir; es
ist der kindliche verwundbare Teil meiner selbst. Alle diese “Teile” bedürfen der Liebe, um gesund
zu bleiben und zu überleben. Ich bin für sie verantwortlich. Vielleicht empfange ich Liebe von
anderen, vielleicht auch nicht. Die anderen werden mein Wesen nicht immer billigen oder mir
zustimmen. Oft werden sie mir sogar zu verstehen geben, daß sie mich für völlig bedeutungslos
halten. Jedoch dieses eine weiß ich:

ICH WERDE GELIEBT.

0b ich mich geliebt weiß, ist mein Entscheid und meine Verantwortung. Ich akzeptiere die
Verantwortung, all das zu lieben, was ICH BIN. Jeden Tag will ich mehrmals daran denken, daß ich geliebt bin. Ich selber liebe mich. Ich bin mir selber wichtig, ganz gleichgültig, ob es anderen von Bedeutung scheint oder nicht, daß ich lebe, und das genügt.

Ich möchte gewiß von anderen geliebt werden; wenn mich aber auf der ganzen Welt niemand liebt, bin, ich doch goldrichtig. So habe ich beschlossen: ICH WERDE GELIEBT. Ich will die anderen lieben und selber geliebt werden. Ich liebe die anderen, ob sie mich lieben oder nicht. Es gibt keinen Grund, irgend jemanden meiner Liebe zu berauben. Ich anerkenne aus freien Stücken, wie wichtig es ist. “daß Du lebst.” Ich möchte das den anderen so deutlich zu verstehen geben, daß sich niemand veranlaßt fühlt, seine Wichtigkeit durch bösartige Handlungen unter Beweis zu stellen.

Der empfindlichste Mangel in der Welt ist der Mangel an Liebe. Der Hunger nach Liebe ist die Wurzel aller Verbrechen, auch der Grund aller Schmerzen und Leiden. Mangel an Liebe und Anerkennung ist auch der tiefere Grund aller Kriege. Hunger, Armut und Mißtrauen sind die Folgen von Liebesersatz und schreien nach wahrer Liebe.

Liebe vermag Jedes Übel in der Welt zu ändern, den Krieg zu verhindern und Frieden zu bringen. Liebe ist der geheime Weg, eine Gesellschaft ohne Verbrechen herbeizuführen. Liebe kann eine ausgeglichene Verteilung der Güter dieser Erde bewirken und allen zu einem menschenwürdigen Dasein verhelfen. Da wo die Wohlhabenden die Habenichtse lieben, gibt es keine Armut.

Heute mache ich die Liebe zu meiner Pflicht. Ich will mithelfen, die Erde zu verändern. Ich kann
schon heute im Himmelreich leben. Es ist dies ein Bewußtseinszustand, in welchem ich mich geliebt weiß und andere vorbehaltlos liebe. Von heute an liebe ich mich selbst.
Ich liebe, was ICH BIN. Ich liebe nicht all das, was ich getan habe. Ich Liebe meine Fehler nicht, aber ich würdige das, was ich aus ihnen gelernt habe, und Liebe mich, auch wenn ich Fehler mache.

Ich vergebe all denen, die mich nicht lieben und vielleicht nicht lieben können. Ich liebe sie
trotzdem.

Heute entlasse ich meine Familie, meine Freunde und meinen Ehepartner aus der Tyrannei meines
Hungers nach Liebe. Nicht länger werde ich ihnen durch Worte oder mein Verhalten zu verstehen geben:
“Ich brauche Deine Liebe; ich bin verletzt und werde böse, wenn Du mich nicht liebst.”
Von heute an Liebe ich mich selbst.

Copyright 1983, The Paul Solomon Foundation 

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an der kasse sind alle menschen gleich

12/25/2008 · Kommentar schreiben

gestern im supermarkt steht ein mann mit seinem jungen vor mir an der kasse, er hat zu wenig geld dabei, kann einige sachen nicht bezahlen, muss marmelade und bitter lemon zurückgeben, auch schokolade und toast, in mir regt sich ein gefühl, es ist heiliger abend, und überhaupt.

er bleibt ruhig, sagt: schon blöd, wenn man nicht genug geld hat - diese worte treffen ins herz meines mottos, ich  krame nach meinem portemonaie, will helfen, es ist ist nicht da, habe es zuhause liegenlassen, ausgerechnet heute, das passiert mir nie. jetzt sind wir schon zwei ohne geld, sage ich. der mann schaut mich an, bedankt sich für die absicht, die marmelade und schokolade müssen da bleiben, auch mein einkauf bleibt zurück, die leute in der schlange haben feuchte augen, die kassiererin lächelt,  für einen moment fühle ich mich mit den armen dieser welt verbunden [dieser satz klingt so unglaublich  blöd, als sei er direkt aus der BILD-feder FJ Wagners diktiert].

winter-219

natürlich ist es etwas anderes, über geld zu verfügen und es einfach nur vergessen zu haben oder wirklich keins zu haben und natürlich könnte man jetzt den großen allegorischen bogen spannen und aus der begegnung ein 20000zeichen-essay formen, über haben und nichthaben, über krisen, gier und reiche länder, über spekulanten, ausbeutung und niedriglohnländer parlieren. aber es ist weihnachten und es geht nur um einen gedanken, eigentlich nur um mich, um mein verbundensein mit der welt – genau darum geht es, nur darum.

was war noch der gedanke? an der kasse sind alle menschen gleich, genau. denke es und lächle über die banalität des lebens an der supermarktkasse des lebens..

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tony blair und DIE ZEIT – und die zehn gebote

12/29/2008 · Kommentar schreiben

in der aktuellen ZEIT ist ein interview mit tony blair, er outet sich als religiös, betont die stärkung, die er durch seinen glauben erfährt. was blair zur glaubensfrage beiträgt, ist anachronistischer 10-gebote-konformismus, keine spur von spirituellem verständnis klingt in seinen worten, keine neue idee zur konfliktbewußtwerdung unter verfeindeten glaubensrichtungen, keine schattenarbeit – no new age. im grunde geht es ihm lediglich um die behauptung einer position, um das beharren seiner sicht.

in diesem blairschen duktus agieren die politischen köpfe seit ewigen zeiten, wehren sich, ihre feinde zu verstehen, schauen nicht tief genug in ihre eigene seelenwelt. der rhetorische überbau eines monster-egos sträubt sich mit all seiner dialektischen routine gegen veränderung. veränderung kann nur im selbst beginnen, nicht als forderung und nicht als politisches druckmittel.

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es wird zeit, dass sich religiosität in spiritualität wandelt, dass die menschen von menschen berührt werden, von der größe und weitsicht ihrer politischen köpfe, dass erkannt wird, dass alles was wir bekämpfen und hassen, als unterdrückter schatten in uns selbst lebt, dass wir lernen, uns selbst zu verstehen und uns zu achten, weil nur darüber wirkliche entwicklung stattfinden kann.

tony blair jedenfalls muss noch vieles lernen. natürlich macht es was her einen ehemaligen premierminister in jerusalem zu interviewen, aber wirklich erhellnd oder gar interessant, war es nicht. an gott und an feinde glauben, ist nicht mehr als ein an die grenzen des selbst angekommenen alibi-konzepters.

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ein gutes jahr für wandel und schattenarbeit

01/01/2009 · 2 Kommentare

in der strasse, vorm haus, mit vielen kindern und viel aufregung, raketen, gedonner.

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ein tag auf eis

01/06/2009 · 6 Kommentare

kaiserwetter in berlin, keine wolke am himmel, unsichtbar strömt dicke polarluft in die stadt, legt eine eisdecke über den schönen spaziergehsee der westberliner, den schlachtensee.

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trotz tagelanger minustemperaturen tummeln sich nur wenige auf dem eis, die angstmachenden radioberichte auf allen frequenzen zeigen wirkung. sind doch vor zwei tagen auf zwei unnterschiedlichen seen zwei 57-jährige mit ihren enkeln eingebrochen, die waren aber auch doof, war doch gerademal eine dünne schicht gefroren [bei 57 muss ich an meine eigenwilligen jahrgangsfreunde denken, nehme den hinweis als anlass über meine vergangenheit nachzudenken, heute, mitten auf dem schlachtensee, bei eisigen temperaturen und offnem herz.

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unterwegs hatte ich eine nette begegnung mit einer millionärsgattin, die war ziemlich zutraulich. habe einige fotos mit ihrem iPhone gemacht, sie hat mich auf einen drink eingeladen. für morgen sind wir verabredet, zum schlittschuhlaufen.

jaja, kaiserwetter, ein tag um helden zu.. wir werden sehen, vielleicht hat sie ja gar keine millionen?!

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wenders filmt yamamoto

01/08/2009 · Kommentar schreiben

gestern auf arte den wunderbaren film von wim wenders über yoichi yamamoto gesehen und augenblicklich meine alte yamamoto-brille aus ihrer jahrelangen ruhe befreit und aufgesetzt. diese brille ist ein richtiges lesegerät, ihr gestell ähnelt einer form aus zeiten des vor-industriellen post-sozialismus, erst im detail erkennt das erfahrene auge ihre schönheit.

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yamamoto sagt von sich selbst, er sei schneider, kein modeschöpfer. er bewundert alte, abgetragene sachen, sie seien anmutig, würdevoll, seine mode ist für arbeitende menschen, für einfache leute – für ihn ist asymetrie ein merkmal für ganzheit, für perfektion.

etwa den mantelkragen von sartre in das jetzt holen. ein sakko hängt an einem kleiderhaken, wer trägt es, wie fällt der stoff[?] – fotos von menschen sind seine inspirationsquelle. wim wenders hat einen wunderbar einfühlsamen film über den brillendesigner, autor und schneider yamamoto gedreht, ein dokument der einfachheit.

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meine 9 trends für 2009 – für turi2

01/09/2009 · 2 Kommentare

trend 1: entschleunigung, weg von twitter- und mediendienstüberflutung.

trend 2: bewußtseinsarbeit betreiben, das eigene im anderen erkennen.

trend 3: umfragen und ihre ergebnissen belächeln.

trend 4: dem ego der meinungsmacher misstrauen.

trend 4: forum-animateur werden.

trend 5: antizyklisches anstreben.

trend 6: sich schein-identitäten zulegen.

trend 7: job verlieren

trend 8: bekannte und erfolgreiche blogs bepöbeln.

trend 9: im jetzt leben. täglich meditieren.

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schwangere raucherinnen in der raucherkneipe

01/10/2009 · 4 Kommentare

gestern abend noch auf ein schnelles bier den wolfram im alt berlin getroffen, mitten in mitte - eine aus der ddr-zeit übriggebliebene räucherstube, voll mit werbervolk und kettenrauchern – danach richst du wie in alten zeiten, mann, nikotin stinkt vielleicht!

stelle mir vor wie es wäre, mit einer frau ins bett zu gehen, die den ganzen abend am tresen sitzt, dauerquatscht und raucht wie ein schlot und auch noch schwanger ist [wie sich herausstellte, war sie gar nicht schwanger, i ihrem baby-doll-kleidchen sah das nur so aus].  früher war praktisch jeden abend party im smoking, heute könnt’ ich mir das nicht mehr vorstellen, mit einer raucherin eine nacht, in einem bett verbringen..

wolfram-0041

ist auch egal, raucherkneipen sind jedenfalls nicht mein ding und vernebelt bin ich heute auch und auf eine  essayischen ausflüge in die kultur des anderssein, hab ich auch keine lust..

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spring über deinen schatten, sascha!

01/19/2009 · Kommentar schreiben

habe vorgestern einen meiner liebsten alphaianer auf qype einen kontaktwunsch geschickt und warte nun schlaflos auf seine bestätigung – die wird vermutlich dauern, der gute fühlt sich nämlich durch meinen kommentar auf turi2 beleidigt, da hatte er sich im interview kassandrisch zur zukunft digitalen behaviors geäußert, dieser ausführung musste ich widersprechen, ich sah in den schatten meiner eigenen veranlagung.

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naja, so trifft es eben manchmal aufeinander, das inhärente und das amüsante. schließlich sind es die widerstände und schattenseiten, die uns den ganzen menschen zeigen. nach außen dargestelltes agententum zieht nun mal andere agenten an, maskenmenschen bestimmen das geschehen, dabei sind die harten die auslaufmodelle auf dem weg in die ganzheitlichkeit und eigentlich wollte ich sagen: meine prognosen sind im grunde auch nicht besser. come on, sascha, gib dir n ruck, spring über deinen schatten!

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flieg, großer schwarzer vogel..

01/23/2009 · 2 Kommentare

der messias ist gelandet, die vereidigung des 44. amerikanischen präsidenten war eine wucht, die menschen spüren und fühlen es, ein neuer prometheus hat die bühne betreten und auch der oberste richter der vereinigten staaten war beeindruckt, seine falsche vorlage war mehr als ein freudscher impuls, es war ein der gerechtigkeit geschuldeter reflex. barack obama wird die welt besser machen, so wie er bisher alles besser gemacht hat.

barack obama schwingt im tao, seine worte sind klug, er fokussiert seine aufgaben, er hat einen plan, alles an ihm macht hoffnung. was wir tun müssen um unsere ziele zu verwirklichen? wir brauchen ein blatt papier und einen stift, wir schreiben auf was wir erreichen möchten und arbeiten täglich daran, lassen uns nicht beeirren, gehen systematisch vor.

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die tägliche arbeit an der verbesserung des lebens, das ist die übergeleitete message barack obamas. es wird viel widerstand geben, menschen fühlen sich im zweifel sicher, sind selbstgerecht und ängstlich. die lobbyisten wollen keine veränderung, sie sind die maden im durch die bankenkrise ausgedünnten, aber immer noch fetten teil des specks.  sie werden ihn behindern und das wird ihn stärken.

in meinem traum gestern nacht sagte eine stimme: vergiss sascha lobo, richte dein augenmerk auf den präsidenten der vereinigten staaten, folge barack obama!

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