wie man die zeit zwischen datenbankserverausfall und sich selbst verbringt

heute morgen stand ich vor geschlossener pforte, die site zum portal ließ sich nicht öffnen, verwehrt den zugang.  mmhhh.. man probiert es nochmal, und nocheinmal, wieder und wieder, wird zunehmend ungeduldig, nervös, genervt, steht auf, mags nicht glauben, probierts nochmal, lacht hysterisch, schickt einen zynischen dank an das universum, geht derweil auf eine andere site, schmirgelt ein wenig rum, beantwortet eine mail, rhythmusstörung im darm sucht man einen anderen ort auf, kehrt zurück, schenkt sich tee nach, probierts erneut. allmählich wird es turkeysch, eine stelle am kopf beginnt zu jucken, laut schreit man hinaus: was soll das denn, verdammte kacke nochmal?

september-028

man belächelt sich und seine selbstdisziplin, twittert das dilemma, man ist nicht allein, klagende gesinnungsverbündete twittern zurück, man verläßt das haus, geht frühstücken, denkt nicht mehr dran, gönnt sich eine doppelte portion koffein. nach einer stunde toleranzverschiebung kehrt man zurück zum arbeitsgerät, probierts aufs neue, der kopf beginnt zu jucken, das portal ist wieder erreichbar – alles ist gut!

was aber macht man ohne gewohnheiten, ohne aufgabe, ohne gebrauchtwerden? vielleicht sollte man seinen eigenen gedankenbankserver täglich für eine stunde ausfallen lassen und zufälligkeiten als willkommene boten des analogen universums sehen[?] ja, vielleicht.

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