mitten in mitte

Beiträge vom Januar 2009

flieg, großer schwarzer vogel..

01/23/2009 · 2 Kommentare

der messias ist gelandet, die vereidigung des 44. amerikanischen präsidenten war eine wucht, die menschen spüren und fühlen es, ein neuer prometheus hat die bühne betreten und auch der oberste richter der vereinigten staaten war beeindruckt, seine falsche vorlage war mehr als ein freudscher impuls, es war ein der gerechtigkeit geschuldeter reflex. barack obama wird die welt besser machen, so wie er bisher alles besser gemacht hat.

barack obama schwingt im tao, seine worte sind klug, er fokussiert seine aufgaben, er hat einen plan, alles an ihm macht hoffnung. was wir tun müssen um unsere ziele zu verwirklichen? wir brauchen ein blatt papier und einen stift, wir schreiben auf was wir erreichen möchten und arbeiten täglich daran, lassen uns nicht beeirren, gehen systematisch vor.

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die tägliche arbeit an der verbesserung des lebens, das ist die übergeleitete message barack obamas. es wird viel widerstand geben, menschen fühlen sich im zweifel sicher, sind selbstgerecht und ängstlich. die lobbyisten wollen keine veränderung, sie sind die maden im durch die bankenkrise ausgedünnten, aber immer noch fetten teil des specks.  sie werden ihn behindern und das wird ihn stärken.

in meinem traum gestern nacht sagte eine stimme: vergiss sascha lobo, richte dein augenmerk auf den präsidenten der vereinigten staaten, folge barack obama!

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spring über deinen schatten, sascha!

01/19/2009 · Kommentar schreiben

habe vorgestern einen meiner liebsten alphaianer auf qype einen kontaktwunsch geschickt und warte nun schlaflos auf seine bestätigung – die wird vermutlich dauern, der gute fühlt sich nämlich durch meinen kommentar auf turi2 beleidigt, da hatte er sich im interview kassandrisch zur zukunft digitalen behaviors geäußert, dieser ausführung musste ich widersprechen, ich sah in den schatten meiner eigenen veranlagung.

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naja, so trifft es eben manchmal aufeinander, das inhärente und das amüsante. schließlich sind es die widerstände und schattenseiten, die uns den ganzen menschen zeigen. nach außen dargestelltes agententum zieht nun mal andere agenten an, maskenmenschen bestimmen das geschehen, dabei sind die harten die auslaufmodelle auf dem weg in die ganzheitlichkeit und eigentlich wollte ich sagen: meine prognosen sind im grunde auch nicht besser. come on, sascha, gib dir n ruck, spring über deinen schatten!

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schwangere raucherinnen in der raucherkneipe

01/10/2009 · 4 Kommentare

gestern abend noch auf ein schnelles bier den wolfram im alt berlin getroffen, mitten in mitte - eine aus der ddr-zeit übriggebliebene räucherstube, voll mit werbervolk und kettenrauchern – danach richst du wie in alten zeiten, mann, nikotin stinkt vielleicht!

stelle mir vor wie es wäre, mit einer frau ins bett zu gehen, die den ganzen abend am tresen sitzt, dauerquatscht und raucht wie ein schlot und auch noch schwanger ist [wie sich herausstellte, war sie gar nicht schwanger, i ihrem baby-doll-kleidchen sah das nur so aus].  früher war praktisch jeden abend party im smoking, heute könnt’ ich mir das nicht mehr vorstellen, mit einer raucherin eine nacht, in einem bett verbringen..

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ist auch egal, raucherkneipen sind jedenfalls nicht mein ding und vernebelt bin ich heute auch und auf eine  essayischen ausflüge in die kultur des anderssein, hab ich auch keine lust..

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meine 9 trends für 2009 – für turi2

01/09/2009 · 2 Kommentare

trend 1: entschleunigung, weg von twitter- und mediendienstüberflutung.

trend 2: bewußtseinsarbeit betreiben, das eigene im anderen erkennen.

trend 3: umfragen und ihre ergebnissen belächeln.

trend 4: dem ego der meinungsmacher misstrauen.

trend 4: forum-animateur werden.

trend 5: antizyklisches anstreben.

trend 6: sich schein-identitäten zulegen.

trend 7: job verlieren

trend 8: bekannte und erfolgreiche blogs bepöbeln.

trend 9: im jetzt leben. täglich meditieren.

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wenders filmt yamamoto

01/08/2009 · Kommentar schreiben

gestern auf arte den wunderbaren film von wim wenders über yoichi yamamoto gesehen und augenblicklich meine alte yamamoto-brille aus ihrer jahrelangen ruhe befreit und aufgesetzt. diese brille ist ein richtiges lesegerät, ihr gestell ähnelt einer form aus zeiten des vor-industriellen post-sozialismus, erst im detail erkennt das erfahrene auge ihre schönheit.

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yamamoto sagt von sich selbst, er sei schneider, kein modeschöpfer. er bewundert alte, abgetragene sachen, sie seien anmutig, würdevoll, seine mode ist für arbeitende menschen, für einfache leute – für ihn ist asymetrie ein merkmal für ganzheit, für perfektion.

etwa den mantelkragen von sartre in das jetzt holen. ein sakko hängt an einem kleiderhaken, wer trägt es, wie fällt der stoff[?] – fotos von menschen sind seine inspirationsquelle. wim wenders hat einen wunderbar einfühlsamen film über den brillendesigner, autor und schneider yamamoto gedreht, ein dokument der einfachheit.

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