mitten in mitte

dem kerner sein hannes

11/14/2008 · 2 Kommentare

gestern bei kerner saß eine frau aus der schweiz die in africa AIDS-infizierte kinder betreut, sie erzählte von einem sterbenden jungen, ein einspieler wurde gezeigt, man sah seine letzten minuten, das handy wurde ihm ans ohr gehalten, er telefonierte mit seinem vater. der junge wollte den vater ein letztes mal sehen, der vater aber weigerte sich, er würde das nicht ertragen, er habe bereits ein kind verloren – eine anrührende szene.

schnitt. zurück ins studio. kerner und sein knopf im ohr gehen in die vollen, sind betroffen. johannes übernimmt, wählt moral als stilmittel, attackiert kopfschüttelnd die entscheidung des vaters, kommt mit vorwürfen, tut empört, unterstreicht seine sicht mit diesem nach zustimmung bettelnden tonfall - wie er das immer macht, wenn er am eisernen tor seiner welt steht. die couragierte schweizerin nimmt ihm augenblicklich den wind aus den segeln, macht ihm entschiedenen tons klar, dass es nicht um anklage ginge, sondern um verständnis und mitgefühl.  
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kerners moderatoren-ego wollte das nicht glauben: aber es kann doch nicht sein.. er/es versucht einen zweiten anlauf, sein gast ließ seinen blöden, mehrheitsgierenden versuch ins leere laufen. mike krüger [neben ihr] lächelte sanft. dieses szenario offenbarte johannes b. kerners emotionale intelligenz. 

typen wie kerner sind die bremser der nation, ein teil von ihnen steht immer noch im schulhof ihrer zynismen, sie machen sich über andere her und behindern sich doch nur selbst. wird zeit, sie in frührente zu schicken. wer sich derart schamlos exponieren muss, hat außer einen breitgesessenen arsch nicht viel in der hose.  

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